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München Stromausfall legt Innenstadt lahm

Ein Stromausfall hat in München weite Teile der Innenstadt lahmgelegt. Ampeln fielen aus, Aufzüge blieben stecken, der Nahverkehr kam teils zum Erliegen. Ursache war offenbar ein Fehler im Leitungssystem.

© dpa Vergrößern Der Stromausfall erwischte die Landeshauptstadt im allmorgendlichen Pendlerverkehr

Nach einem Stromausfall in weiten Teilen Münchens ist es am Donnerstagmorgen in der bayerischen Landeshauptstadt zu einem Verkehrschaos gekommen. Vom Ausfall betroffen waren fast im gesamten Stadtgebiet sowohl Haushalte und Büros als auch die S- und U-Bahn. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. Nach etwa einer Stunde begann sich die Lage zu normalisieren.

Der Stromausfall geht offenbar auf „technisches Versagen“ im Leitungssystem nördlich der Stadt zurück. „Wir vermuten, dass der Schaden aus dem vorgelagerten Netz kommt“, sagte der Geschäftsführer der Münchner Stadtwerke (SWM) für Versorgung und Technik, Stephan Schwarz. Details seien noch unklar. Die Leitungen, die vom Norden her in die Stadt führten, seien mit dem Netz von E.ON Bayern verbunden. „Wir sind mit E.ON in Kontakt, aber wir haben noch kein Ergebnis“, sagte Schwarz. „Es wird vermutlich eine Stromspitze gewesen sein, die durchgelaufen ist.“ Aus Sicherheitsgründen schalte das Netz in solchen Fällen automatisch ab.

Zehntausende Pendler betroffen

Halb München sei ohne Strom gewesen. Zudem kam es laut SWM in der Folge der technischen Störung unter anderem auch zu einer Explosion im Umspannwerk Bogenhausen. Schwarz betonte, der Vorfall „hatte mit der Energiewende und der ganzen Diskussion um sichere Netze nichts zu tun“. Ein Bezug zur Energiewende sei „völlig verfehlt“. „Das was heute passiert ist, das hätte auch vor 20 Jahren passieren können.“

© reuters, Reuters Vergrößern Stromausfall stürzt München ins Chaos

Zu dem Stromausfall war es nach Angaben der Münchner Feuerwehr kurz nach 7.00 Uhr gekommen. Innerhalb kürzester Zeit habe es mehr als 50 Einsätze gegeben. Die Feuerwehr sei „kreuz und quer“ nahezu überall im Einsatz gewesen. Hauptsächlich ging es darum, Personen aus steckengebliebenen Aufzügen zu befreien. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst.

Betroffen von dem Ausfall waren am Morgen vor allem Zehntausende Berufspendler. Die S-Bahn auf der viel befahrenen Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke stand etwa eine halbe Stunde lang still, viele stiegen auf das Auto um. Erschwert wurde der Straßenverkehr auch dadurch, dass wegen des Stromausfalls viele Ampeln nicht funktionierten. Der S-Bahn-Verkehr normalisierte sich nur langsam. Im Gesamtnetz kam es nach Auskunft der Deutschen Bahn auch nach dem Ende des Stromausfalls noch zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten.

Quelle: FAZ.NET

 
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