Home
http://www.faz.net/-gup-74ddh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
50 plus

München Stromausfall legt Innenstadt lahm

Ein Stromausfall hat in München weite Teile der Innenstadt lahmgelegt. Ampeln fielen aus, Aufzüge blieben stecken, der Nahverkehr kam teils zum Erliegen. Ursache war offenbar ein Fehler im Leitungssystem.

© dpa Vergrößern Der Stromausfall erwischte die Landeshauptstadt im allmorgendlichen Pendlerverkehr

Nach einem Stromausfall in weiten Teilen Münchens ist es am Donnerstagmorgen in der bayerischen Landeshauptstadt zu einem Verkehrschaos gekommen. Vom Ausfall betroffen waren fast im gesamten Stadtgebiet sowohl Haushalte und Büros als auch die S- und U-Bahn. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen. Nach etwa einer Stunde begann sich die Lage zu normalisieren.

Der Stromausfall geht offenbar auf „technisches Versagen“ im Leitungssystem nördlich der Stadt zurück. „Wir vermuten, dass der Schaden aus dem vorgelagerten Netz kommt“, sagte der Geschäftsführer der Münchner Stadtwerke (SWM) für Versorgung und Technik, Stephan Schwarz. Details seien noch unklar. Die Leitungen, die vom Norden her in die Stadt führten, seien mit dem Netz von E.ON Bayern verbunden. „Wir sind mit E.ON in Kontakt, aber wir haben noch kein Ergebnis“, sagte Schwarz. „Es wird vermutlich eine Stromspitze gewesen sein, die durchgelaufen ist.“ Aus Sicherheitsgründen schalte das Netz in solchen Fällen automatisch ab.

Zehntausende Pendler betroffen

Halb München sei ohne Strom gewesen. Zudem kam es laut SWM in der Folge der technischen Störung unter anderem auch zu einer Explosion im Umspannwerk Bogenhausen. Schwarz betonte, der Vorfall „hatte mit der Energiewende und der ganzen Diskussion um sichere Netze nichts zu tun“. Ein Bezug zur Energiewende sei „völlig verfehlt“. „Das was heute passiert ist, das hätte auch vor 20 Jahren passieren können.“

© reuters, Reuters Vergrößern Stromausfall stürzt München ins Chaos

Zu dem Stromausfall war es nach Angaben der Münchner Feuerwehr kurz nach 7.00 Uhr gekommen. Innerhalb kürzester Zeit habe es mehr als 50 Einsätze gegeben. Die Feuerwehr sei „kreuz und quer“ nahezu überall im Einsatz gewesen. Hauptsächlich ging es darum, Personen aus steckengebliebenen Aufzügen zu befreien. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst.

Betroffen von dem Ausfall waren am Morgen vor allem Zehntausende Berufspendler. Die S-Bahn auf der viel befahrenen Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke stand etwa eine halbe Stunde lang still, viele stiegen auf das Auto um. Erschwert wurde der Straßenverkehr auch dadurch, dass wegen des Stromausfalls viele Ampeln nicht funktionierten. Der S-Bahn-Verkehr normalisierte sich nur langsam. Im Gesamtnetz kam es nach Auskunft der Deutschen Bahn auch nach dem Ende des Stromausfalls noch zu Verspätungen von bis zu 30 Minuten.

Quelle: FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Protest in Leipzig Legida von Marsch der 40.000 weit entfernt

In Leipzig wollten die Islamkritiker Zehntausende Anhänger mobilisieren. Ohne Erfolg. Dem Ruf von Legida folgen vor allem Gegendemonstranten. Zwischen den Gruppen kommt es zu Ausschreitungen mit Verletzten. Mehr

21.01.2015, 23:04 Uhr | Politik
Stromausfall macht Pendler zu Gefangenen im Dunkeln

Zehntausende Pendler in Santiago de Chile waren 40 Minuten in Metrowaggons eingeschlossen. Grund war ein Stromausfall, der den städtischen Schienenverkehr zum Erliegen brachte. Mehr

22.08.2014, 10:54 Uhr | Gesellschaft
Aggressive Stimmung in Erfurt Jetzt geht es gegen die Amerikanisierung des Abendlandes

Das Pegida-Bündnis will am Sonntag in Dresden wieder eine angebliche Islamisierung Europas geißeln. In Erfurt hatten Demonstranten am Samstag andere Sorgen: Sie protestierten gegen eine Amerikanisierung des Abendlandes. Mehr

24.01.2015, 17:54 Uhr | Aktuell
Einschränkungen auch nach Ende des Lokführer-Streiks

Auch nach dem Ende des Lokführer-Streiks müssen Bahn-Reisende mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Vor allem Ballungsgebiete wie Berlin, Hamburg, München und Stuttgart sind nach Angaben der Bahn erheblich betroffen. Mehr

08.10.2014, 09:18 Uhr | Wirtschaft
Legida-Demonstration Journalisten verprügelt - Zusammenstöße am Bahnhof

In Leipzig ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Legida-Anhängern und Gegendemonstranten gekommen. Journalisten wurden angegriffen. Zuvor hatte es mehrere Brandanschläge auf Bahnanlagen gegeben. Mehr

22.01.2015, 11:00 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 15.11.2012, 09:09 Uhr

Justin Timberlake Hey Baby

Justin Timberlake bekam zum 34. Geburtstag, das „großartigste Geschenk überhaupt“. Schauspieler Benedict Cumberbatch hat eine nachträgliche Begnadigung zehntausender britischer Schwuler gefordert und das Baby von Shakira und Gerard Piqué hat bereits eine Fußball-Konfession – der Smalltalk. Mehr 11

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden