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Havarie auf norwegischer Bohrinsel Hunderte Beschäftigte werden in Sicherheit gebracht

90 Kilometer vor der norwegischen Küste ist eine Bohrinsel leck geschlagen und hat Schlagseite bekommen. Mit Hubschraubern werden über 300 Beschäftigte in Sicherheit gebracht. Auslöser des Zwischenfalls war eine Kollision mit einem Anker.

© dpa Vergrößern Die Bohrinsel Floatel Superior ist leck geschlagen und muss evakuiert werden.

Vor der norwegischen Küste ist die Bohrinsel Floatel Superior havariert. Nach Angaben des norwegischen Ölkonzerns Statoil befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 374 Beschäftigte auf der Plattform. Die ersten von fast 400 Beschäftigten würden derzeit in Sicherheit gebracht, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Mittwoch im südnorwegischen Sola.

Demnach waren sechs Hubschrauber bei schwierigen Wetterbedingungen im Einsatz. „Die meisten“ der Arbeiter sollen nach Aussagen eines Konzernsprecher über diese Weise von der Plattform geholt werden, rund 40 Arbeiter bleiben vor Ort, um die leck geschlagene Wohnplattform weiter zu sichern.
  
Wegen des Lecks hatte sich die Plattform, die rund 90 Kilometer vor der Küste liegt, am Morgen um vier Grad zur Seite geneigt, wie Statoil mitteilte. Die betroffene Bohrinsel wird von zwei riesigen Pontons über Wasser gehalten. In einen dieser Ballasttanks ist am frühen Morgen Wasser eingedrungen, worauf sich die Plattform zu neigen begann. Die Beschädigung entstand vermutlich bei einem Zusammenstoß des Ballasttanks mit einem Anker. Etwa eine Stunde später habe die Plattform stabilisiert werden können, hieß es weiter. Aus Sicherheitsgründen solle aber das gesamte Personal, das nicht unbedingt benötigt werde, an Land gebracht werden. „Wir nehmen die Lage sehr ernst“, sagte der Konzernsprecher.
  
Im Mai 2010 kam es schon einmal zu einem Zwischenfall auf einer Bohrinsel von Statoil. Wegen einer Druckveränderung musste damals ein Sicherheitsventil abgestellt werden. Fast 90 Beschäftigte mussten damals in Sicherheit gebracht werden. Öl lief laut Statoil damals nicht aus.

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Quelle: AFP/AP

 
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