Home
http://www.faz.net/-gup-746xr
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Havarie auf norwegischer Bohrinsel Hunderte Beschäftigte werden in Sicherheit gebracht

90 Kilometer vor der norwegischen Küste ist eine Bohrinsel leck geschlagen und hat Schlagseite bekommen. Mit Hubschraubern werden über 300 Beschäftigte in Sicherheit gebracht. Auslöser des Zwischenfalls war eine Kollision mit einem Anker.

© dpa Vergrößern Die Bohrinsel Floatel Superior ist leck geschlagen und muss evakuiert werden.

Vor der norwegischen Küste ist die Bohrinsel Floatel Superior havariert. Nach Angaben des norwegischen Ölkonzerns Statoil befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 374 Beschäftigte auf der Plattform. Die ersten von fast 400 Beschäftigten würden derzeit in Sicherheit gebracht, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Mittwoch im südnorwegischen Sola.

Demnach waren sechs Hubschrauber bei schwierigen Wetterbedingungen im Einsatz. „Die meisten“ der Arbeiter sollen nach Aussagen eines Konzernsprecher über diese Weise von der Plattform geholt werden, rund 40 Arbeiter bleiben vor Ort, um die leck geschlagene Wohnplattform weiter zu sichern.
  
Wegen des Lecks hatte sich die Plattform, die rund 90 Kilometer vor der Küste liegt, am Morgen um vier Grad zur Seite geneigt, wie Statoil mitteilte. Die betroffene Bohrinsel wird von zwei riesigen Pontons über Wasser gehalten. In einen dieser Ballasttanks ist am frühen Morgen Wasser eingedrungen, worauf sich die Plattform zu neigen begann. Die Beschädigung entstand vermutlich bei einem Zusammenstoß des Ballasttanks mit einem Anker. Etwa eine Stunde später habe die Plattform stabilisiert werden können, hieß es weiter. Aus Sicherheitsgründen solle aber das gesamte Personal, das nicht unbedingt benötigt werde, an Land gebracht werden. „Wir nehmen die Lage sehr ernst“, sagte der Konzernsprecher.
  
Im Mai 2010 kam es schon einmal zu einem Zwischenfall auf einer Bohrinsel von Statoil. Wegen einer Druckveränderung musste damals ein Sicherheitsventil abgestellt werden. Fast 90 Beschäftigte mussten damals in Sicherheit gebracht werden. Öl lief laut Statoil damals nicht aus.

Mehr zum Thema

Quelle: AFP/AP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Reform Mehr Geld für 2,6 Millionen Pflegebedürftige

Die erste Stufe der Pflegereform ist im Bundestag verabschiedet worden: Pflegebedürftige bekommen höhere Leistungen, Angehörige mehr Entlastung. Im zweiten Schritt sollen Demenzkranke bessergestellt werden. Auch die Beiträge steigen. Mehr

17.10.2014, 11:33 Uhr | Wirtschaft
Mehr als 20 Tote bei Busunglück

Das Fahrzeug war von der Straße abgekommen und rund 120 Meter tief in eine Schlucht gestürzt. Die Schwerverletzten wurden mit einem Hubschrauber nach Simla, in die Hauptstadt des Bundesstaates Himachal Pradesh gebracht. Mehr

22.08.2014, 12:55 Uhr | Gesellschaft
Weitere Unwetter in Italien Zwei Frauen von Wassermassen mitgerissen

Die Rettungskräfte in der Toskana sind im Dauereinsatz. Auch im Norden Italiens sind zahlreiche Straßen überflutet. Mehr

15.10.2014, 08:33 Uhr | Gesellschaft
Bergung bis zum Wochenende

Ein Höhlenforscher, der verletzt in einer Höhle in den Berchtesgadener Alpen liegt, soll voraussichtlich bis zum Ende der Woche heraus gebracht werden. Mehr

10.06.2014, 15:46 Uhr | Gesellschaft
Grenze zur Ukraine Putin befiehlt Truppenabzug

Im Konflikt um die Ostukraine gibt es weitere Signale der Entspannung: Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen Abzug der russischen Truppen aus dem Gebiet nahe der ukrainischen Grenze angeordnet. Zugleich nimmt die Intensität der Gefechte im Donbass ab. Mehr Von Reinhard Veser, Moskau

12.10.2014, 14:21 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 07.11.2012, 13:43 Uhr

Martin Sheen Ein Schiff für saubere Meere

Schauspieler Martin Sheen gibt einem Forschungsschiff seinen Namen. Komikerin Carolin Kebekus bekam Droh-Mails von fundamentalen Christen und Schauspieler Jude Law bekommt ein Kind. Der Smalltalk. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden