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Flugzeugabsturz in Indonesien Am Vulkan zerschellt

 ·  Suchtrupps haben in Indonesien das Wrack jener Maschine entdeckt, die am Mittwoch mit mindestens 45 Menschen an Bord verschollen war. Sie ist an einem Vulkan zerschellt, Überlebende gibt es nicht.

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Das in Indonesien am Mittwoch verschollene hochmoderne russische Flugzeug vom Typ Superjet 100 ist abgestürzt. Rettungstrupps sichteten das Wrack am Donnerstagmorgen in einer Gebirgskette bei Bogor unweit der Hauptstadt Jakarta vom Helikopter aus, berichtete der Chef der Rettungsbehörde, Daryatmo. Rettungstrupps erreichten am Donnerstag 18 Stunden nach dem Unglück die Absturzstelle südlich von Jakarta. „Sie haben Wrackteile und Leichen gefunden“, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte, Gagah Prakoso. An Bord der Maschine waren bis zu 50 Menschen. Überlebende gab es nicht. „Die Maschine ist offenbar bei hoher Geschwindigkeit aus 1800 Metern abgestürzt“, sagte Prakoso. Am Flughafen Halim in Jakarta, wo die Maschine gestartet war, trafen aufgelöste Angehörige der Passagiere ein.

21 Minuten nach dem Start vom Radar verschwunden

Das Flugzeug vom Typ Superjet 100 war bei einem Demonstrationsflug für potenzielle Käufer am Mittwoch 21 Minuten nach dem Start von den Radarschirmen verschwunden. Die Piloten hatten nach Angaben der indonesischen Flugwacht kurz zuvor um Genehmigung gebeten, ihre zugewiesene Flughöhe zu verlassen. Sie wollten auf 1800 Meter gehen. Einen Grund nannten sie dafür nicht. Die Maschine war zu dem Zeitpunkt in der Nähe des 2200 Meter hohen Berges Salak, der oft in Nebelschwaden gehüllt ist. Zum Zeitpunkt des Unglücks nieselte es in der Region. Die erste Suche am Mittwoch musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden.

Die Behörden veröffentlichten keine Passagierlisten, weil einige, die auf dem Flug sein sollten, doch nicht dabei waren und andere ihre Plätze einnahmen. Unter den Passagieren waren nach indonesischen Angaben Vertreter der russischen Botschaft, Mitarbeiter von Fluggesellschaften und Journalisten. Über die Zahl der Insassen gab es unterschiedliche Angaben: Indonesische Behörden sprachen am Donnerstag von 47 Menschen, Suchoi-Chef Wladimir Prissjaschnjuk nannte 45, davon 33 Indonesier, acht Russen, zwei Italiener sowie einen Franzosen und einen US-Amerikaner. Russlands Präsident Wladimir Putin übermittelte in Moskau den Familien der Opfer und der indonesischen Führung sein Beileid.

Ehrgeizige Pläne und technische Probleme

Der auch mit westlicher Technik ausgestattete Superjet 100 ist das erste Passagierflugzeug, das in Russland seit dem Zerfall der Sowjetunion entwickelt wurde. Moskau hat mit der Maschine ehrgeizige Pläne. So soll der in Kooperation mit Boeing sowie europäischen Unternehmen entwickelte Superjet auf dem Weltmarkt den Branchenriesen Bombardier (Kanada) und Embraer (Brasilien) Konkurrenz machen.

Erst vor kurzem hatte die Zivilsparte des Kampfjet-Herstellers Suchoi die offizielle Zulassung für die Europäische Union erhalten. Allerdings hatten Triebwerksprobleme die Auslieferung des Fliegers bislang verzögert. Die Fluggesellschaft Aeroflot meldete im März 2012, dass nur ein Viertel der geplanten Flugstunden mit dem Superjet 100 geflogen werden konnten, weil technische Probleme aufgetreten waren.

Quelle: FAZ.NET mit Material von DPA und AP
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