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Auf 940 Quadratkilometern : Flächenbrand in Kalifornien breitet sich weiter aus

  • -Aktualisiert am

Weihnachten in Flammen: ein Christbaum im Vorgarten eines evakuierten Hauses. Bild: dpa

Das Feuer in Kalifornien ist nicht zu stoppen. Nach fünf Dürrejahren und drei Monaten ohne Regen finden die Flammen dieser Tage ungewöhnlich viel Nahrung. „Es könnte kaum trockener sein“, schreibt der Wetterdienst für Los Angeles.

          Mehr als eine Woche nach Ausbruch des Flächenbrands „Thomas“ breiten sich die Flammen in Südkalifornien fast unkontrolliert weiter aus. Bis Dienstag wuchs das Brandgebiet nordwestlich von Los Angeles auf fast 940 Quadratkilometer. Obwohl mehr als 6000 Feuerwehrleute und einige Dutzend Löschflugzeuge im Einsatz waren, brannten bislang fast 900 Gebäude nieder. Allein in der Küstenstadt Ventura, etwa 100 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, wurden mehr als 500 Häuser zerstört, als sich die Flammen durch die Canyons des Los Padres National Forest fraßen.

          Nach Zwangsevakuierungen in Ventura forderte die kalifornische Behörde für Wald und Feuerschutz auch Bewohner in Santa Barbara auf, ihre Häuser zu verlassen. Wie die „Los Angeles Times“ meldete, bedrohte das „Thomas Fire“ am Dienstag mehr als 15.000 Häuser der Küstenstadt. Auch die benachbarten Gemeinden Montecito, Summerland und Carpinteria bereiteten sich auf Evakuierungen vor, während Windböen das Feuer in Richtung Westen an der Küste entlang trieben. „Ein großer Teil des Erfolgs bei einem Löscheinsatz hängt davon ab, mit den richtigen Ressourcen am richtigen Ort zu sein, wenn sich der Brand vorübergehend beruhigt. Dann kann man aktiv werden. Aber diese Feuer legen keine Pause ein“, sagte Tim Chavez von der Behörde für Wald und Feuerschutz.

          Nach fünf Dürrejahren und drei Monaten ohne Regen fanden die Flammen, die von den trockenen Santa-Ana-Winden vorangetrieben wurden, in den vergangenen Tagen ungewöhnlich viel Nahrung. Auch in den nächsten Tagen sind keine Niederschläge in Sicht. „Es könnte kaum trockener sein“, schrieb der Wetterdienst für den Raum Los Angeles auf Twitter. Nach ersten Schätzungen kostete der Einsatz gegen das „Thomas Fire“ bis Dienstag mehr als 38 Millionen Dollar. Der Brand zählt schon jetzt zu den großflächigsten Feuerkatastrophen der jüngeren Geschichte des Bundesstaats.

          Das „Skirball Fire“, das in der vergangenen Woche in der Nähe des Prominentenviertels Bel-Air in Los Angeles ausgebrochen war, konnte derweil größtenteils gelöscht werden. Auch die meisten Bewohner der Region bei Sylmar im Norden des San Fernando Valley, die sich am Dienstag nach Ausbruch des „Creek Fire“ in Sicherheit brachten, kehrten in ihre Häuser zurück. Das „Rye Fire“ in der Nähe von Santa Clarita wurde ebenfalls eingedämmt und wird voraussichtlich bis Freitag vollständig gelöscht sein.

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