http://www.faz.net/-gum-8s14y
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
Best Ager - Für Senioren und Angehörige

Veröffentlicht: 24.01.2017, 16:08 Uhr

Waldbrände in Chile Regierung in Santiago ruft Notstand wegen Waldbränden aus

Seit Wochen toben in der Mitte und im Süden des Landes heftige Waldbrände. Südlich von Santiago zerstörten Brände Wiesen und Wälder auf einer Fläche, die fast doppelt so groß ist wie Hamburg. Jetzt hat die Regierung für die betroffenen Regionen den Notstand ausgerufen.

von
© dpa Feuerwehrmänner bekämpfen in der Nähe des Dorfes Orilla in Empedrado die Brände.

Die Regierung in Santiago hat angesichts der anhaltenden Waldbrände in der Mitte und im Süden Chiles den Notstand für die betroffenen Regionen ausgerufen. Präsidentin Michelle Bachelet beklagte „die größte Waldkatastrophe unserer Geschichte“ und sagte ihre geplante Reise zum Gipfeltreffen der lateinamerikanischen und karibischen Staaten in der Dominikanischen Republik ab. In der Region Maule um die Stadt Cauquenes, rund 350 Kilometer südlich von Santiago de Chile, wurden durch die Brände 40 Weingüter zerstört.

Matthias Rüb Folgen:

Die Ausrufung des Notstands ermöglicht den Einsatz zusätzlicher Rettungskräfte und macht den Zugang zu Staatshilfen frei. Von den seit Wochen wütenden Bränden sind etwa 130.000 Hektar Wald- und Wiesenfläche betroffen. Innenminister Mario Fernández sagte im Parlament, Brandstiftung als Ursache könne nicht ausgeschlossen werden.

In der Region O’Higgins südlich der Hauptstadt Santiago, wo knapp 100.000 Hektar Wald zerstört wurden, führte die Staatsanwaltschaft aber mindestens einen der Großbrände darauf zurück, dass Äste mit Stromleitungen in Kontakt geraten waren, weil die Versorgungsunternehmen die erforderlichen Wartungsarbeiten zur Freihaltung der Leitungstrassen vernachlässigt hätten.

46 Brände sind außer Kontrolle

Die Einsatzkräfte konnten in den vergangenen Tagen mit 37 Flugzeugen und Hubschraubern rund hundert Brände unter Kontrolle bringen. Derzeit werden 46 unkontrolliert wütende Brände bekämpft, 64 gelten als unter Kontrolle. Schweres Gerät soll in den kommenden Tagen eingesetzt werden, um die Kadaver von hunderten verbrannter Tiere zu beseitigen. Bisher kamen drei Feuerwehrleute im Kampf gegen die Flammen ums Leben, mindestens drei weitere wurden verletzt. Die Ausbreitung der Brände wird durch die anhaltende Dürre und die hohen Temperaturen begünstigt. Argentinien, Brasilien, Frankreich, Mexiko, Peru, Spanien und die Vereinigten Staaten haben der chilenischen Regierung Unterstützung bei der Brandbekämpfung zugesagt.

© EPA, reuters Heftige Waldbrände haben Chile im Griff.

Auf Instagram Madonna zeigt ihre Kinder

Madonna hat auf Instagram zum ersten Mal ihre gesamte Familie gezeigt, Mark Zuckerberg hat eine längere Babypause angekündigt, und Max Giesinger fährt kein Taxi – der Smalltalk. Mehr 26

Die wichtigsten Artikel zu Organisation, Erziehung, Finanzen, Schule, Wohnen und Freizeit.

Frankfurter Allgemeine Stil auf Facebook
Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage