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Eine Tote und viele Verletzte : Polizei sucht Ursachen für Busunfälle vom Wochenende

  • Aktualisiert am

Warum der vollbesetzte Bus bei Tecklenburg kippte, ist noch unklar. Bild: dpa

In Nordrhein-Westfalen kippt ein Shuttlebus bei einem Kirchenfest um. Eine Frau stirbt, 21 Menschen werden verletzt. In Brandenburg kommt es zu einem Unfall mit einem Fernbus, es gibt mehrere Verletzte. Der Fahrer hat möglicherweise Medikamente genommen.

          Nach zwei schweren Busunfällen am Wochenende suchen Ermittler nach der Ursache. In Nordrhein-Westfalen beginnen am Montag die Ermittlungen zu einem Unfall mit einer Toten und 21 Verletzten. Ein Pendelbus, der Teilnehmer eines Kirchenfests von einem Parkplatz zu der Veranstaltung in Tecklenburg bringen sollte, war in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen und auf die Seite gekippt. Glimpflicher verlief ein Unfall mit einem Fernbus in Brandenburg: Drei Menschen wurden verletzt - zudem erlitten mehrere der 64 Fahrgäste einen Schock, blieben ansonsten aber unverletzt. Der Polizei zufolge besteht in diesem Fall der Verdacht, dass der Fahrer unter Einfluss von Medikamenten stand.

          Der verunglückte Reisebus auf der A24 musste in Schräglage gestützt werden, um nicht umzustürzen.
          Der verunglückte Reisebus auf der A24 musste in Schräglage gestützt werden, um nicht umzustürzen. : Bild: dpa

          Der Fernbus-Unfall ereignete sich am Sonntagabend auf der Autobahn 24 zwischen Berlin und Hamburg. Das Fahrzeug des Unternehmens Flixbus, das nach Hamburg und Kiel unterwegs war, streifte zwischen Herzsprung und dem Autobahndreieck Wittstock das Auto eines Fahrers aus Lübeck, wie eine Polizeisprecherin am Montag in Neuruppin sagte. Danach fuhr der Bus auf ein anderes Auto auf und schob den Wagen rund 500 Meter vor sich her. Anschließend hielt der Busfahrer kurz an, fuhr weiter und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Bus geriet in Schräglage. Er wurde abgestützt, um nicht umzustürzen.

          Dem Fahrer wurde Blut abgenommen und der Führerschein sichergestellt

          Der 52 Jahre alte Fahrer des Autos, auf das der Bus aufgefahren war, und seine Beifahrerin kamen mit Verletzungen in eine Klinik. Auch der Busfahrer wurde leicht verletzt. Die Entnahme einer Blutprobe sei angeordnet, sein Führerschein wurde sichergestellt. Auf der viel befahrenen Autobahn entstand über mehr als vier Stunden ein Stau von mindestens 20 Kilometern, sagte die Polizeisprecherin.

          In Nordrhein-Westfalen wollten Spezialisten am Montagvormittag die Arbeit aufnehmen, um die Ursache des Unfalls in Tecklenburg zu ermitteln, wie ein Polizeisprecher sagte. Unter anderem werde das digitale Kontrollgerät des Pendelbusses ausgelesen.

          Am Sonntag hatten die Evangelischen Kirchenkreise Münster, Steinfurt-Coesfeld-Borken und Tecklenburg ein Fest aus Anlass des 500. Jahrestags der Reformation gefeiert. Der Bus sollte am Morgen 77 Teilnehmer von einem Parkplatz im Ortsteil Ledde nach Tecklenburg bringen, als er in einer Linkskurve abkam und in einem Maisfeld auf die Seite kippte. In Folge des Unfalls starb eine 61 Jahre alte Frau. Zu den 21 Verletzten zählten auch Kinder und Jugendliche.

          Quelle: dpa

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