Home
http://www.faz.net/-gup-74nh1
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Brand in Bangladesch Firmenchefs sollen Notausgänge verschlossen haben

Nach dem verheerenden Brand in einer Textilfabrik in Bangladesch sind drei Manager festgenommen worden. Sie sollen die Evakuierung des Gebäudes verhindert haben. Mehr als 110 Menschen waren in dem Feuer ums Leben gekommen.

© dapd Vergrößern Ein Feuerwehrmann inspiziert die ausgebrannte Textilfabrik bei Dhaka.

Nach dem Großbrand in einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr als 110 Toten sind drei Manager der Fabrik festgenommen worden. Den Männern werde vorgeworfen, eine Evakuierung des Gebäudes verhindert zu haben, sagte der Polizeichef von Dhaka, Habibur Rahman, am Mittwoch. „Überlebende sagten uns, sie hätten Arbeitern nicht erlaubt, vor dem Feuer zu fliehen und hätten von einer Routinefeuerübung gesprochen“, sagte Rahman.

Weitere Zeugen berichteten laut Polizei, die drei Führungskräfte hätten Vorhängeschlösser an den Ausgängen angebracht. Die Polizei vernahm zudem den Inhaber der Firma Tazreen Fashion, Delwar H. Dieser werde verdächtigt, sich nicht an die Bauvorschriften gehalten zu haben. Für das neunstöckige Fabrikgebäude nahe Dhaka habe nur eine Genehmigung über drei Stockwerke vorgelegen, sagte Rahman.

Mehr zum Thema

Mehr als tausend Arbeiter waren während der Nachtschicht von Samstag zu Sonntag in der Fabrik von den Flammen eingeschlossen gewesen. Die Firma produzierte Kleidung für westliche Firmen, darunter C&A. Am Dienstag trauerten die Menschen in Bangladesch um die Opfer der Katastrophe, auf den Dächern von Regierungsgebäuden und den etwa 4500 Textilfabriken hing die grün-rote Landesflagge auf Halbmast.

Nach einem Bericht der in den Niederlanden sitzenden Menschenrechtsorganisation Clean Clothes Campaign starben seit 2006 rund 700 Menschen bei Bränden in Textilfabriken. Aktivisten werfen westlichen Auftraggebern vor, sich nicht ernsthaft für sichere Arbeitsbedingungen in ihren Subunternehmen in Billiglohnländern einzusetzen.

Quelle: AFP

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Textilindustrie in Bangladesch Inspektoren finden 80.000 Sicherheitsmängel

Vor über einem Jahr stürzte in Bangladesch ein Fabrikhochhaus ein. Mehr als 1100 Menschen starben. Nun haben Kontrolleure nachgeforscht und gravierende Probleme aufgelistet. Mehr

15.10.2014, 08:34 Uhr | Wirtschaft
Polizei nimmt mutmaßlichen Brüssel-Attentäter fest

Nach dem Anschlag auf das Jüdische Museum in Brüssel mit drei Toten hat die französische Polizei einen 29-jährigen festgenommen. Dieser soll auch eine mögliche Tatwaffe mit sich geführt haben Mehr

02.06.2014, 09:35 Uhr | Gesellschaft
Neu-Isenburg Großbrand in Farbenfabrik

Erst eine laute Explosion, dann steht eine Lagerhalle in Neu-Isenburg in Flammen. Innerhalb weniger Stunden wird ein Millionenwert zerstört. Vorübergehend machen sich die Feuerwehrleute auch Sorgen um die Anwohner. Mehr

22.10.2014, 14:55 Uhr | Rhein-Main
Mehr Schein als Sein

Die Frankfurter Firma Pixomondo hat gerade ihren dritten Emmy erhalten - für die animierten Drachen im Fantasy-Epos Game of Thrones. Das ist auch einem Suppenhuhn zu verdanken. Mehr Von Andreas Brand

10.09.2014, 12:05 Uhr | Gesellschaft
Strengere Richtlinien für Mode Textilbündnis entzweit heimische Modehändler

Die Bundesregierung will Modehändler zu strengen Richtlinien für die Produktion im Ausland verpflichten. Hess Natur aus Butzbach tritt dem geplanten Textilbündnis bei - die Manager der Adler Modemärkte in Haibach bei Aschaffenburg aber zögern. Mehr Von Thorsten Winter, Frankfurt

16.10.2014, 12:07 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 28.11.2012, 08:19 Uhr

Herzogin Kate Ein Hauch von Bauch

Herzogin Kate zeigt sich erstmals seit Bekanntwerden ihrer zweiten Schwangerschaft in der Öffentlichkeit, Sänger James Blunt kann seinen Welthit nicht mehr hören und Schauspieler Martin Sheen gibt einem Forschungsschiff seinen Namen. Der Smalltalk. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden