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Gestrandeter Frachter : Bergung der „Glory Amsterdam“ kann noch Tage dauern

  • Aktualisiert am

Das riesige Frachtschiff „Glory Amsterdam“ ist am Montag vor der Küste der Insel Langeoog gestrandet. Bild: HANDOUT/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der vor der Insel Langeoog gestrandete Frachter „Glory Amsterdam“ ist am Montag auf Defekte untersucht worden. Obwohl sich am Schiff keine strukturellen Schäden finden ließen, fürchten Umweltschützer und Küstenfischer schlimme Folgen.

          Die Bergung des vor der Nordsee-Insel Langeoog auf Grund gelaufenen Frachters kann noch bis zu drei Tage dauern. Das sagte Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel am Montagabend nach einem Besuch des Havariekommandos in Cuxhaven. Ein Bergungsunternehmen aus den Niederlanden sei an Bord und erstelle einen Plan, um das Schiff zu befreien, sagte der Grünen-Politiker. Dieses Konzept werde dann vom Havariekommando geprüft. Er könne keinen genauen Zeitpunkt nennen, wann es los gehe.

          Die 225 Meter lange „Glory Amsterdam“ war am Sonntag während des heftigen Sturms auf eine Sandbank getrieben. Der Schüttgutfrachter ist nach Angaben des Havariekommandos nicht beschädigt. Dennoch fürchten Umweltschützer und Küstenfischer schlimme Folgen. In den Treibstofftanks des Schiffes befinden sich gut 1800 Tonnen Schweröl sowie 140 Tonnen Marinediesel. Damit sei der Unglücksfrachter eine erhebliche Gefahr für den Nationalpark Wattenmeer, teilte die Umweltschutzorganisation WWF mit. Die deutschen Kutter- und Küstenfischer befürchten, dass austretendes Öl die Fanggebiete über Monate verschmutzen könnte.

          „Es ist eine kritische Situation, aber die Experten sind der Meinung, dass man die Bergung vornehmen kann“, sagte der niedersächsische Umweltminister. Das Team beim Havariekommando sei sehr professionell. „Sie nehmen regelmäßig Kontrollflüge vor, um Ölverschmutzungen frühzeitig zu erkennen“, sagte der Grünen-Politiker. Bisher gebe es aber noch keine Anzeichen, dass etwas ausläuft.

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