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Bangkok : Nachtclub in Flammen: 59 Tote bei Silvesterparty

  • Aktualisiert am

Leichensäcke vor der Brandruine Bild: Reuters

Bei einem Brand in einem Nachtclub in Bangkok sind mindestens 59 Menschen ums Leben gekommen. Vermutlich haben Feuerwerkskörper die Katastrophe ausgelöst. Unter den Opfern sollen auch ausländische Touristen sein.

          Eine Silvesterparty in Bangkok hat ein tragisches Ende genommen. Mindestens 59 Gäste kamen bei einem Brand in einem Nachtklub ums Leben, wie die Polizei in der thailändischen Hauptstadt mitteilte. Mehr als 200 Menschen wurden bei dem Feuer im Santika-Klub verletzt, das kurz nach Mitternacht ausbrach. Bei einigen Opfer handelte es sich den Behörden zufolge um Ausländer. Dem Auswärtigen Amt in Berlin lagen jedoch keine Hinweise vor, dass sich Deutsche unter den Toten befinden könnten.

          In dem Lokal im Vergnügungsviertel der Stadt feierten rund 1.000 Menschen den Jahreswechsel. Unter den Opfern waren nach Angaben der Behörden Touristen aus Australien, Nepal, Japan, Südkorea und den Niederlanden. Ein Polizeioffizier sagte, das Feuer sei möglicherweise von Feuerwerkskörpern verursacht worden. Auf der Bühne des Nachtklubs wurde der Countdown fürs neue Jahr von einem Feuerwerk begleitet. Augenzeugen sagten, Funken hätten die Decke vor der Bühne in Brand gesetzt.

          Nur ein Ausgang

          Die Opfer verbrannten, erlitten Rauchvergiftungen oder wurden in der allgemeinen Panik zu Tode getrampelt. Der Klub hatte nur einen Ausgang. Ein Feuerwehrmann sagte, ein weiterer Ausgang auf der Rückseite sei nur den Angestellten des Nachtklubs bekannt gewesen.

          Augenzeugen sagten, Funken hätten die Decke vor der Bühne in Brand gesetzt
          Augenzeugen sagten, Funken hätten die Decke vor der Bühne in Brand gesetzt : Bild: REUTERS

          Im Inneren des zweistöckigen Gebäudes griffen die Flammen rasch um sich. „Jeder drängte gegen den anderen, um so schnell wie möglich zum Vorderausgang zu gelangen“, sagte ein Augenzeuge. „Ich habe gesehen, wie besonders junge Mädchen zur Seite gedrängt und begraben wurden, während andere nach draußen stürmten.“ Innerhalb von zehn Minuten habe das gesamte Haus in Flammen gestanden. „Die Menschen haben aus jedem Fenster um Hilfe gerufen. Ihre Haare und ihre Kleidung standen in Flammen.“

          Die Rettungskräfte erklärten, der dichte Verkehr in dem Viertel habe den Einsatz verzögert. Am Morgen besuchte der thailändische Ministerpräsident Abhisit Vijjajiva den Unglücksort. Er äußerte sich nicht vor Journalisten. Sicherheitsbestimmungen werden in Thailand häufig nicht eingehalten und von den Behörden auch nicht durchgesetzt.

          Quelle: AP

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