06.09.2005 · Der Taifun „Nabi“ hat die südjapanische Insel Kyushu erreicht. Dem schweren tropischen Wirbelsturm sind bisher 13 Menschen zum Opfer gefallen. Er ist der 14. Taifun in dieser besonders aktiven Saison.
Aus Furcht vor dem Taifun „Nabi“ mußten in Japan mehr als 100.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Der Wirbelsturm erreichte am Dienstag die Küste der Insel Kyushu im Süden des Landes, über die er im Laufe des Tages voraussichtlich hinwegziehen wird, wie die Behörden mitteilten.
Seit dem vergangenen Sonntag sind den Angaben zufolge wegen des Taifuns 13 Menschen gestorben oder werden vermißt, 19 Menschen wurden verletzt. „Nabi“ (Koreanisch für Schmetterling) bewegt sich mit rund 30 Stundenkilometern nach Norden. Seine Böen erreichen fast 150 Stundenkilometer.
14. Taifun der Saison
Die Behörden von Kyushu brachten mehr als 100.000 Menschen vor möglichen Erdrutschen und Überschwemmungen in Sicherheit. Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi sagte die für Mittwoch geplanten Wahlkampfauftritte im Osten des Landes ab, um in Tokio einen Krisenstab zu leiten.
„Nabi“ ist schon der 14. Taifun, der die Region in dieser Sturmsaison heimsucht. Erste Ausläufer des Sturms hatten am Montag bereits zu Überschwemmungen und Stromausfällen in der Hauptstadt Tokio geführt. Ein Mensch war dabei ums Leben gekommen.