21.10.2004 · Durch eine Explosion in einem Bergwerk in Zentralchina sind 148 Bergleute verschüttet worden. Für sie gibt es kaum noch eine Hoffnung auf Rettung.
Bei einem schweren Explosionsunglück in einer Kohlegrube in Zentralchina sind vermutlich 148 Bergarbeiter ums Leben gekommen. Bisher wurden 56 Leichen geborgen. Für die restlichen verschütteten Kumpel gibt es „kaum noch Hoffnung“, wie der Vizedirektor der staatlichen Arbeitsschutzverwaltung in Peking, Sun Huashan, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.
Das Unglück ereignete sich am Mittwochabend in der Daping-Grube in Xinmi in der Provinz Henan. Zum Zeitpunkt der Explosion waren 446 Kumpel unter Tage, berichtete der China News Service. 298 seien gerettet worden, während insgesamt 148 verschüttet worden seien.
Hoffnung nur sehr gering
Die Agentur korrigierte damit erste Angaben, daß mehr als 200 Kumpel verschüttet gewesen seien. „Nach den Erfahrungen bei früheren Unglücken in Kohlegruben ist die Hoffnung, daß die vermißten Bergarbeiter lebend davonkommen, nur sehr gering“, zitierte Xinhua Vizedirektor Sun Huashan.
In China, dem weltweit größten Produzenten und Verbraucher von Kohle, arbeiten Bergarbeiter meist unter äußerst schlechten Sicherheitsvorkehrungen. Mehr als 8.000 Bergarbeiter kommen nach amtlichen Angaben jedes Jahr ums Leben. Experten gehen davon aus, daß viele tödliche Unfälle in kleinen oder mittelgroßen Bergwerken nicht einmal den Behörden gemeldet werden.