22.07.2006 · Knapp eine Woche nach dem Seebeben vor der indonesischen Insel Java ist die Zahl der Tsunami-Opfer auf fast 670 gestiegen. In bislang unzugänglichen Gebieten seien 100 weitere Leichen entdeckt worden.
Die indonesischen Behörden haben die Zahl der Todesopfer nach der Tsunami-Katastrophe auf der Insel Java erneut nach oben korrigiert.
Bei dem Seebeben vor sechs Tagen sollen fast 670 Menschen getötet worden seien. In den am stärksten betroffenen Bezirken Ciamis, Tasikmalaya und Garut seien weitere 100 Leichen gefunden worden, sagte ein Mitarbeiter der Nationalen Agentur für Katastrophenhilfe. Unter den Toten seien auch fünf ausländische Staatsbürger. Über 300 Menschen würden noch vermißt, mehr als 100.000 hätten kein Zuhause mehr. Das Beben der Stärke 7,7 hatte am vergangenen Montag einen Tsunami ausgelöst, der an einem 180 Kilometer langen Küstenstreifen im Süden Javas zahlreiche Wohnhäuser, Restaurants und Hotels zerstörte.