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Tsunami-Warnung aufgehoben Schweres Erdbeben erschüttert Fukushima

19.08.2011 ·  Vor Japans Nordostküste hat sich ein Beben der Stärke 6,8 ereignet. Die Behörden gaben für die Region rund um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima eine Tsunami-Warnung aus, die aber inzwischen wieder aufgehoben wurde.

Von Petra Kolonko, Tokio
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Ein Erdbeben von der Stärke 6.8 hat am Freitagnachmittag (Ortszeit) Nordostjapan erschüttert. Auch im Großraum Tokio schwankten die Gebäude. Die Behörden gaben für die Küsten der Präfekturen Fukushima und Miyagi eine Tsunami-Warnung vor 50 cm hohen Wellen aus, die aber innerhalb kurzer Zeit wieder zurückgenommen wurde. Beide Präfekturen gehören zu den Katastrophengebieten, die vom Erdbeben und Tsunami des 11. März schwer getroffen wurden.

Berichte über Todesopfer oder mögliche Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das Erdbeben ereignete sich gegen 14.35 Uhr (Ortszeit; 07.35 Uhr MESZ), das Zentrum des Bebens lag vor der Küste der Präfektur Fukushima, unweit vom havarierten Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, in einer Tiefe von 20 km, gab das japanische Wetteramt bekannt. Nach ersten Angaben von Kernkraftwerksbetreiber Tepco hat das Erdbeben keine Schäden an den Atomkraftwerken Fukuhsima Daichi und Fukushima Daini angerichtet. Auch im nahegelegenen Kernkraftwerk Onagawa in der Präfektur Miyagi habe es keine Schäden gegeben, sagte dessen Betreiber Tohoku Electric.

Die Gefahr einer neuen Beschädigung durch Erdbeben und Tsunami gilt als eine der Hauptsorgen für die Sicherheit des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi.

Nach dem großen Erdbeben vom 11. März war das Kühlsystem in dem Kernkraftwerk ausgefallen und es kam zu Kernschmelzen. Bis heute ist das Kernkraftwerk noch nicht stabilisiert. Nach dem 11. März haben immer wieder Nachbeben Japan erschüttert.

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Politische Korrespondentin für Ostasien.

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