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Ostsee Hubschrauber-Absturz: Erste Opfer werden geborgen

11.08.2005 ·  Noch immer suchen die Ermittler nach der Ursache des Absturzes eines Hubschraubers vor Estland. Ein Pilotenfehler gilt als ausgeschlossen. Inzwischen wurden die ersten drei Opfer aus der Ostsee geborgen.

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Taucher haben am Donnerstag vor der estnischen Ostseeküste mit der Bergung der 14 Opfer des Hubschrauberabsturzes vom Vortag begonnen. Wie die Behörden in Tallinn mitteilten, konnten bis zum vorläufigen Abbruch der Arbeit am Abend die Leichen beider Piloten und eines Passagier aus dem in etwa 50 Meter Tiefe liegenden Wrack geborgen werden.

Der Helikopter vom Typ Sikorsky S-76 war kurz nach dem Start von Tallinn nach Helsinki aus noch ungeklärter Ursache ins Meer gestürzt. Alle zwölf Passagiere aus Finnland, Estland und den Vereinigten Staaten sowie die beiden finnischen Piloten wurden in dem Wrack in knapp 50 Metern Tiefe eingeschlossen.

Kein schlechtes Wetter, kein Pilotenfehler

Der estnische Verkehrsminister Edgar Savisaar sagte der Nachrichtenagentur BNS, nach ersten Untersuchungsergebnissen könne man schlechte Wetterbedingungen oder Fehler der Piloten als Unglücksursache weitgehend ausschließen. Beide galten als erfahren. Unter anderem hatte der 51 Jahre alte Peter Frederiksson 1994 als Hubschrauberpilot an der Rettungsaktion für Überlebende beim Untergang der Ostseefähre „Estonia“ mitgewirkt. 137 Reisende überlebten die Katastrophe, 852 Menschen kamen ums Leben.

Die kleine Fluggesellschaft Copterline nahm weniger als 24 Stunden nach dem Absturz eines ihrer beiden Hubschrauber am Donnerstag die Linienflüge zwischen Tallinn und Helsinki wieder auf. Alle Opfer würden zur Obduktion zunächst nach Tallinn gebracht, teilten die Behörden mit. Das Hubschrauberwrack soll innerhalb einer Woche gehoben und in die zehn Kilometer entfernte estnische Hauptstadt gebracht werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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