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Naturkatastrophen Mindestens zehn Tote nach Erdbeben in Chile

14.06.2005 ·  Bei einem schweren Erdbeben im Grenzgebiet zwischen Chile und Peru sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Ein Baby wurde tot aus den Trümmern geborgen, eine Familie von einem Felsbrocken erschlagen.

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Ein schweres Erdbeben in den nordchilenischen Anden hat zehn Menschen das Leben gekostet, etwa 150 Personen wurden verletzt. Möglicherweise gebe es in entlegenen Bergdörfern im Grenzgebiet mit Bolivien und Peru weitere Opfer, erklärte Innenminister Jorge Correa.

Der Erdstoß am Montagabend (Ortszeit) hatte nach Messungen von Geologen eine Stärke von 7,9 und war damit der drittstärkste seit der Tsunami-Katastrophe vom 26. Dezember 2004 mit einem Wert von 9,0. Das Epizentrum lag rund 1.500 Kilometer nördlich der Hauptstadt Santiago in den Anden.

Rettungswege blockiert

In der Nähe der Hafenstadt Iquique stürzte ein Fels auf ein Auto und erschlug sechs Familienmitglieder. Drei alte Männer starben nach Darstellung des Innenministeriums in Bergdörfern, darunter ein 80 Jahre alter Behinderter, dessen Haus einstürzte. Einige Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Die Regierung bemühte sich am Dienstag, mehrere Tonnen Hilfsgüter in das betroffene Gebiet zu bringen. Viele Straßen sind jedoch durch Erdrutsche blockiert. Deshalb setzten die Behörden Frachtflugzeuge der Luftwaffe ein, um Medikamente, Matratzen und Decken zu liefern. Vizepräsident Francisco Vidal reiste mit einer Regierungsdelegation in die Region, Präsident Ricardo Lagos brach seine Europareise ab.

Stromversorgung zusammengebrochen

In Iquique wurden mehrere Häuser und Straßen beschädigt. Dort und in Arica, nahe der Grenze zu Peru, brach die Stromversorgung zusammen. Zu spüren war der Erdstoß auch in Calama, in dessen Nähe die weltgrößte Tagebau-Kupfermine Chuquimata liegt. In Arequipa, der zweitgrößten Stadt Perus, gingen Fensterscheiben zu Bruch. In der bolivianischen Hauptstadt La Paz liefen Bewohner erschrocken auf die Straßen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP und dpa
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