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Magnetbahn-Katastrophe Bereits zwei Unfälle auf Teststrecke vor Transrapid-Unglück

13.10.2006 ·  Wie das Verkehrsministerium in Hannover mitteilte, gab es bereits vor der Transrapid-Katastrophe auf der Teststrecke zwei Unfälle mit Wartungswagen. Bei der Katastrophe waren Ende September 23 Menschen ums Leben gekommen.

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Auf der Transrapid-Teststrecke im Emsland in Niedersachsen hat es schon vor der Katastrophe vom 22. September zwei Unfälle mit Wartungswagen gegeben. Am 10. Dezember 2004 sei ein Wartungswagen auf Grund von Glatteis nicht rechtzeitig zum Stehen gekommen und mit Tempo 20 in ein anderes stehendes Wartungsfahrzeug gerutscht, teilte das Verkehrsministerium am Freitag in Hannover mit.

Ein Sprecher sagte, dabei sei ein Schaden von 100.000 Euro entstanden. Auch der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr bestätigte den Vorfall. Verkehrsminister Walter Hirche (FDP) wies einen Bericht der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ entschieden zurück, es habe sich um einen schweren Unfall gehandelt.

Nur ein geringer Schaden

Zudem gab es nach Angaben des Ministeriums einen weiteren, bisher öffentlich nicht bekannten Vorfall auf der Teststrecke, und zwar am 4. Januar 2005. Dabei sollten von einem Werkstattwagen aus Wartungsarbeiten unterhalb des Fahrweges vorgenommen werden.

An der Steigvorrichtung einer Arbeitsbühne war jedoch eine Klappe nicht ordnungsgemäß verriegelt. Diese löste sich und stieß gegen einen Stützpfeiler der Teststrecke. Es sei aber nur ein geringer Schaden entstanden, sagte Otto Klaus-Dieter Marxens, Transrapid-Experte im Verkehrsministerium. Als Konsequenz aus beiden Vorfällen seien tägliche Wartungen der Werkstattwagen eingeführt worden.

Am 22. September war auf der Teststrecke in Lathen ein Transrapid mit Tempo 170 in einen Werkstattwagen gerast und hatte 23 Menschen in den Tod gerissen. Zehn Menschen wurden verletzt.

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