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Katastrophen Frühwarnung vor Erdbeben

23.12.2003 ·  Tiere merken schon sehr früh, wenn ein Erdbeben naht. Erdstöße, die dem eigentlichen Beben vorhergehen, mißt auch ein Warnsystem, das Einzelpersonen warnt und Häuser vor Folgeschäden schützen soll.

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Am 22. Dezember erschütterte ein Erdbeben Kalifornien. Dort keine Seltenheit und auch in anderen, dichtbesiedelten Regionen der Erde nicht. Eine deutsche Firma will mit ihrem patentierten Frühwarnsystem Erdbebenschäden begrenzen.

Den Tieren abgeschaut

Bevor die Erde wirklich bebt, gehen leichte Erdstöße, sogenannte P-Wellen voraus. Diese Wellen spüren Tiere und verkriechen sich. Auch das digitale, patentierte elektronische Erdbebenvorwarnsystem der Firma SLP Electronic aus Castrop-Rauxel mißt diese Wellen und gibt Alarm. Allerdings auch nur dann, wenn tatsächlich ein schweres Erdbeben zu erwarten ist, teilt die Firma mit.

Das System gibt gleich an zwei Orten Alarm: Ein Gerät hängt in Häusern und regelt von dort aus die Energieversorgung. Im Katastrophenfall löst dieses Gerät nicht nur einen Alarm mit Sirenen und Blinklichtern aus, sondern schaltet auch sämtliche Energiezuführungen des Hauses ab, damit keine Brände entstehen können.

Peilsender sollen Leben retten

Das andere Gerät ist so klein, daß Menschen es mit sich herumtragen können. Dieses Gerät ist vor allem mit einem Peilsender ausgestattet, so daß Personen, die von dem Beben verschüttet werden, gefunden werden können. „Die meisten Opfer werden bei Erdbeben nicht erschlagen, sondern verschüttet“, sagt Jürgen Przyblak von der Firma SLP Electronic, „ein Peilsender kann Leben retten.“

Pryzblak sieht die größten Erfolgschancen für sein System in Griechenland, Türkei, China, Taiwan, Japan, die Vereinigten Staaten, Mexiko. Alle diese Länder sind dicht besiedelt und häufig von Erdbeben heimgesucht.

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