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Hurrikan „Dean“ bedroht Ölplattformen

18.08.2007 ·  Als erster Wirbelsturm der Saison wurde „Dean“ in die Kategorie 4 hoch gestuft. Auf seinem Kurs liegt die Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik. Sorgen macht sich die Ölindustrie um 4.000 Öl- und Gasplattformen im Golf von Mexiko.

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Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 241 Kilometern in der Stunde hat sich am Samstag in der Karibik ein Hurrikan der Dominikanischen Republik und Jamaika genähert. Bis zum Erreichen der mexikanischen Halbinsel Yucatán am Montag könnte „Dean“ zum Hurrikan der höchsten Kategorie 5 hochgestuft werden - dies bedeutet eine Windgeschwindigkeit von mindestens 249 Kilometern in der Stunde.

Am Freitag richtete er bereits schwere Verwüstungen auf den Kleinen Antillen an und verstärkte sich westwärts ziehend über dem warmen Meer. Als erster Wirbelsturm der Saison über dem Atlantik wurde „Dean“ am Samstag in die Kategorie 4 hochgestuft. Auf seinem Kurs liegt zunächst die Insel Hispaniola mit Haiti und der Dominikanischen Republik. Auch in den amerikanischen Staaten Texas und Louisiana riefen die Behörden die Bevölkerung auf, sich auf eine mögliche Ankunft des Wirbelsturms am kommenden Mittwoch vorzubereiten.

Sorgen um die Ölplattformen

Auf den Kleinen Antillen kamen am Freitag mindestens drei Menschen ums Leben. Ein Erdrutsch auf der Insel Dominica verschüttete eine Frau und ihren siebenjährigen Sohn. Mindestens 150 Häuser wurden nach Angaben der Regierung beschädigt. Auf St. Lucia wurde ein 62-jähriger Mann von einem Hochwasser führenden Fluss mitgerissen, als er eine Kuh retten wollte. Der Sturm riss zahllose Dächer ab, entwurzelte Bäume und setzte mit heftigen Regenfällen Straßen unter Wasser.

Auch auf der zu Frankreich gehörenden Insel Martinique wurden schwere Schäden angerichtet. Der für die Überseegebiete zuständige Staatssekretär Christian Estrosi teilte mit, dass die Bananenplantagen nahezu vollständig und die Zuckerrohrfelder zu 70 Prozent zerstört worden seien.

Erinnerung an „Katrina“

Am Samstagmittag befand sich das Auge des Hurrikans 990 Kilometer östlich von Jamaika und 400 Kilometer südlich von Santo Domingo. Die Behörden von Haiti wiesen alle Fischer an, ihre Boote an Land zu lassen und gaben eine Warnung für küstennahe Gemeinden aus. Die Ministerpräsidentin von Jamaika, Portia Simpson Miller, teilte mit, im besonders gefährdeten Osten der Insel sei alles für eine Evakuierung vorbereitet. Sorgen machten sich auch die Behörden der mexikanischen Halbinsel Yucatán und die Ölindustrie - im Golf von Mexiko befinden sich 4.000 Öl- und Gasplattformen.

In Texas suchten Rettungskräfte nach Bewohnern, die im Anschluss an den tropischen Sturm „Erin“ von Fluten weggerissen wurden. Mindestens fünf Menschen kamen ums Leben, zwei galten noch als vermisst. Mit Blick auf den Hurrikan „Dean“ rief die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, bereits den Notstand aus, um alle erdenklichen Vorbereitungen zu treffen, damit sich die „Katrina“-Katastrophe von 2005 nicht wiederholen kann.

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