29.06.2007 · Die griechische Feuerwehr versucht weiterhin den Waldbrand in der Nähe Athens unter Kontrolle zu bringen. „Wir kämpfen weiter. Es gibt noch einige Wiederaufflammungen“. Auch am Freitagmorgen verdunkelte eine rotgelbe Rauchwolke noch den Himmel über Athen.
Die griechische Feuerwehr hat am Freitagmorgen einen Großbrand im Norden der griechischen Hauptstadt Athen weitgehend unter Kontrolle gebracht. „Wir kämpfen weiter. Es gibt noch einige Wiederaufflammungen“, sagte der griechische Minister für Öffentliche Ordnung, Vyron Polydoras, im Fernsehen.
Eine rotgelbe Rauchwolke verdunkelte auch am Freitagmorgen noch den Himmel über Athen. Auf weite Teile der Stadt rieselte Asche nieder. Ein beißender Geruch nach Verbranntem verbreitete sich überall. Die Regierung rief den Notstand im Raum Athen aus.
Unabsehbare Umweltschäden
Der Brand habe unabsehbare Umweltschäden angerichtet, sagte Polydoras. Mehr als 1000 Hektar Pinien- und Tannenwald auf Parnitha, dem mit 1413 Metern höchsten Berg Athens, wurden nach Schätzungen der Feuerwehr zerstört. Unzählige Wildtiere verendeten im Flammeninferno.
Der Berg Parnitha wird „die Lunge Athens“ genannt, weil er die größte grüne Fläche der Vier-Millionen-Metropole ist. Bürgermeister der Region machten Bodenspekulanten für die Katastrophe verantwortlich. Weitere Waldbrände richteten große Schäden in Mittelgriechenland an. Nach Feuerwehrangaben waren am Donnerstag nach einer sechstägigen Hitzewelle mit Temperaturen um die 45 Grad landesweit rund 130 Waldbrände ausgebrochen.