08.11.2004 · Nach dem großen Beben vor zweieinhalb Wochen kommt die Erde in Japan nicht zur Ruhe. Bei abermaligen Erdstößen wurden acht Menschen verletzt.
Der Norden Japans ist am Montag erneut von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Mindestens acht Menschen wurden verletzt, wie die Behörden mitteilten.
Die Erdstöße wurden kurz nach 11 Uhr Ortszeit registriert und erreichten eine Stärke von 5,9. Ihr Zentrum lag Meteorologen zufolge in der Präfektur Niigata. Eine halbe Stunde nach dem Beben seien noch drei weitere leichtere Nachbeben bis zu einer Stärke von 5,0 zu spüren gewesen.
Tausende immer noch in Notquartieren
Das japanische Fernsehen zeigte Bilder von schwankenden Stromleitungen und Deckenlampen. In der Region werde es weitere Nachbeben geben, erklärten die Behörden an und riegelten mehrere Straßen ab. Aus Sicherheitsgründen stellte der Hochgeschwindigkeitszug zwischen Tokio und Niigata seinen Betrieb ein.
Mehrere tausend Menschen leben nach dem schweren Beben vor rund
zwei Wochen noch immer in Notunterkünften, weil ihre Häuser zerstört oder beschädigt wurden. Am 23. Oktober kosteten das Beben der Stärke 6,8 sowie zahlreiche Nachbeben 39 Menschen das Leben, mehr als 2000 Personen wurden verletzt.
711 Millionen Euro Schaden
Nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums richtete die Erdbebenserie Schäden von umgerechnet 711 Millionen Euro an. Sie war die schlimmste seit 1995, damals starben in der Stadt Kobe bei Erdstößen der Stärke 7,2 fast 6500 Menschen. Erst am Donnerstag war Japan dann abermals von einem Beben der Stärke 5,2 erschüttert worden.