07.04.2009 · Mit Mikrofonen und Spezialkameras durchforsten Helfer die Erdbebentrümmer nach Überlebenden. Hunde helfen ihnen dabei. Sie bellen dort, wo jemand vergraben liegt.
Helfer bedienen sich verschiedener Methoden, wenn sie von Erdbeben verschüttete Menschen suchen. Nach Angaben des Technischen Hilfswerks unterscheiden sie zwischen der sogenannten biologischen und der technischen Ortung. Was technisch verkrampft klingt, ist nichts weiter, als das Helfer entweder Hunde nach Verschütteten schnüffeln lassen (biologische Methode) oder mit Hilfe von Mikrofone oder Kameras suchen (technische Methode).
Zunächst stellen Experten in der Regel fest, an welchen Stellen Menschen etwa in Hohlräumen überlebt haben könnten. Dann werden sogenannte Trümmerhunde über das Gelände geschickt. Um die Hundeführer nicht zu gefährden und weitere Einstürze zu verhindern, suchen die speziell ausgebildeten Tiere das Gelände selbstständig ab. Je nach Art der Trümmer können sie Menschen bis in eine Tiefe von mehreren Metern riechen. Sobald sie eine Spur haben, bellen sie und zeigen den Hundeführern relativ genau, wo sie etwas gerochen haben.
Danach kommen meist technische Ortungsgeräte hinzu. Mit besonders sensiblen Mikrofonen versuchen die Helfer zum Beispiel Rufe, Klopfen oder Kratzen zu hören. Außerdem helfen spezielle Kameras zu erkennen, ob an der Stelle tatsächlich ein Mensch liegt. Die mit Licht ausgestatteten Geräte haben ein langes Kabel und können in unzugängliche Hohlräume geführt werden. Auch Wärmebildkameras, welche auf die Körpertemperatur von Personen reagieren, werden eingesetzt.