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Erdbeben in Griechenland Zwei Tote - Tausende in Angst

09.06.2008 ·  Nach dem schweren Erdbeben im Westen Griechenlands bricht der griechische Ministerpräsident seinen Besuch der Europameisterschaft in Österreich ab und besucht die betroffene Region rund um die Hafenstadt Patras. Dort starben zwei Menschen, 145 weitere wurden verletzt.

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Bei dem schweren Erdbeben in Griechenland sind am Sonntag zwei Menschen getötet und 145 weitere verletzt worden. Mindestens 3000 Menschen wurden obdachlos, teilte das Innenministerium in Athen am Montagmorgen mit. Hunderte Häuser stürzten ein oder wurden schwer beschädigt, darunter auch zahlreiche Schulen. „Es handelt sich hauptsächlich um ältere Gebäude“, sagte ein Sprecher des Ministeriums im Rundfunk. Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis brach seinen Besuch in Österreich ab und wurde noch am Montagnachmittag in Athen erwartet. Ursprünglich wollte er am Dienstagabend das EM Spiel Griechenland-Schweden für die Gruppe D der Europameisterschaften in Salzburg verfolgen.

Soforthilfe von 3000 Euro für die Opfer

Die Regierung in Athen ordnete an, dass jede Familie, die ihr Haus verloren hat, eine Soforthilfe in Höhe von 3000 Euro erhält. Auch die Kommunen wollen diese Familien mit 2000 Euro unterstützen. Zudem wurden Wohncontainer und Zelte in die betroffenen Regionen gebracht. Das Beben der Stärke 6,5 ereignete sich um 15.25 Uhr Ortszeit (14.25 MESZ) und versetzte die Einwohner der dicht besiedelten Halbinsel Peloponnes in Angst und Schrecken. Tausende rannten auf die Straßen. Das Epizentrum des Bebens lag rund 50 Kilometer südwestlich der Hafenstadt Patras und etwa 200 westlich der griechischen Hauptstadt.

Warnung vor Nachbeben

Seismologen rechneten mit starken Nachbeben. Niemand sollte in ein Haus zurückzukehren, dessen tragende Säulen beschädigt sind, warnten Seismologen am Montag. Bei den Toten handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um eine 80 Jahre alte Frau, die einen Herzinfarkt erlitt und einen 43 Jahre alten Mann, der unter dem Dach seines Hauses begraben wurde. Einige Menschen verletzten sich schwer, als sie in Panik von ihren Balkonen auf die Straße sprangen. Andere wurden von einstürzenden Mauern getroffen. Darunter war auch ein neunjähriges Mädchen, das die Feuerwehr nach einer zweistündigen Rettungsaktion aus den Trümmern eines Hauses im Dorf Fostaina nahe Patras bergen konnte.

Erdstoß in Algerien

Schon am vergangenen Freitagabend waren bei einem Erdbeben in Algerien nach Angaben des Zivilschutzes mindestens elf Menschen leicht verletzt worden. Wie das algerische Forschungszentrum für Astronomie, Astrophysik und Geophysik laut Medienberichten mitteilte, hatte das Beben eine Stärke von 5,5. Der Erdstoß, der sich um kurz nach 21.00 Uhr Ortszeit ereignet habe, sei vor allem in der Gegend der Küstenstadt Oran spürbar gewesen. Viele Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen, berichtet die Zeitung „El Watan“ in ihrer Internetausgabe.

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