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China Bohrloch nach Giftgasunglück in China geschlossen

27.12.2003 ·  Vier Tage nach dem bislang schwersten Giftgasunglück in der Geschichte Chinas ist der Ausstoß des hochtoxischen Gases gestoppt worden. Durch den Gasausbruch hatten etwa 10.000 Menschen Vergiftungen erlitten, fast 200 Menschen starben.

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Nach der Erdgaskatastrophe mit 198 Toten in China ist das Bohrloch am Samstag erfolgreich geschlossen worden. Ein Spezialteam schüttete 480 Kubikmeter Schlamm in das Loch auf einem Erdgas-Förderfeld. Seit vier Tagen war hier ein tödliches Gemisch von Gas und Schwefelwasserstoff ausgetreten und über eine dicht besiedelte Region im Südwesten des Landes gezogen.

Die Aktion von 80 Spezialisten mit Atemschutz und Spezialgerät dauerte zwei Stunden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Nach der Schließung des Bohrlochs nordöstlich der Metropole Chongqing begannen mehr als 100 Helfer mit der Desinfektionen von acht schwer betroffenen Dörfern.

Experten hoffen auf Wind und Regen

Die Reinigungstrupps nahmen auch Proben von Pflanzen und Wasser für weitere Untersuchungen. Leichter Wind und Regen in den nächsten drei Tagen wird nach Angaben von Experten die Luftqualität verbessern. Doch gab es Sorgen über eine weitere Verschmutzung der Böden.

Durch den Gasausbruch bei Bohrungen am Dienstagabend hatten fast 10.000 Menschen teils schwere Vergiftungen erlitten. Hunderte lagen im Krankenhaus. 42.000 Menschen waren in Sicherheit gebracht worden. Die Zahl der Toten stieg bis Samstag auf 198, wie Xinhua berichtete.

Opfer vor allem Kinder und alte Menschen

Die meisten Opfer seien entweder zu alt oder zu jung gewesen, um schnell genug vor dem giftigen Gas zu fliehen, sagte der Krankenhausmitarbeiter Pan Benqing aus der Stadt Zhonghe. Viele Erwachsene entkamen der Katastrophe den Angaben zufolge, weil sie auswärts arbeiten.

Der Versuch, das Bohrloch zu verschließen, war am Vortag noch aufgeschoben worden, um bessere Vorbereitungen treffen zu können. Auch waren Giftgasexperten des chinesischen Militärs mit Spezialgerät zum Unglücksort geeilt, um bei der Aktion zu helfen.

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