07.06.2006 · Die Wirbelstürme „Katrina“ und „Rita“ haben nicht nur Häuser zerstört, sondern auch jede Menge Menschen vertrieben. Viele von ihnen sind noch immer nicht zurückgekehrt. New Orleans Bevölkerung ist reicher, „weißer“ und älter geworden.
Die Bevölkerung von New Orleans ist wegen der Wirbelstürme „Katrina“ und „Rita“ von etwa 437.000 Einwohnern um fast 64 Prozent auf etwas mehr als 158.000 Einwohner zu Beginn dieses Jahres geschrumpft. Dies berichtete jetzt das nationale amerikanische Statistikamt.
Die verbliebene Einwohnerschaft sei „weißer“, reicher und älter, heißt es in zwei Berichten zu den demographischen, sozialen und finanziellen Folgen der beiden Hurrikane, die im vergangenen August und September an der Golfküste wüteten. Der Anteil der weißen Bevölkerung in und um New Orleans ist nach Darstellung der Statistiker von 59 Prozent auf 73 Prozent gestiegen.
Zuwächse in Texas und Louisiana
Der Anteil der schwarzen Bevölkerung sei von 36 Prozent auf 21 Prozent geschrumpft. Das mittlere Alter der Bevölkerung sei um rund vier Jahre gestiegen und das mittlere Jahreseinkommen von knapp 40000 Dollar auf fast 44000 Dollar. Zugleich sei in den Wirbelsturmgebieten aber auch die Zahl der Anträge auf Lebensmittelhilfe außergewöhnlich gestiegen, berichtete eine Mitarbeiterin des Statistikamtes.
Entlang der Golfküste des Bundesstaates Mississippi, wo „Katrina“ Zehntausende Häuser vernichtete, schrumpfte die Bevölkerung um 17 Prozent auf nunmehr etwa 300.000 Bewohner. Dort stieg der Anteil der schwarzen Bewohner von 17 Prozent auf 28 Prozent, während der Anteil der weißen Bevölkerung von 80 Prozent auf 71 Prozent sank.
Einen Bevölkerungszuwachs aufgrund der Wirbelstürme verzeichneten unter anderen der texanische Bezirk Harris (drei Prozent) mit der Metropole Houston und Baton Rouge, die Landeshauptstadt Louisianas (vier Prozent), wohin ebenfalls viele Bewohner aus dem überfluteten New Orleans geflüchtet waren.