27.06.2009 · Knapp vier Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik haben die brasilianische Luftwaffe und die Marine die Suche nach Opfern beendet. Damit bleiben 177 Menschen vermisst. Französische Behörden suchen aber weiter nach dem Flugschreiber der Maschine.
Die brasilianische Luftwaffe und die Marine haben knapp vier Wochen nach dem Absturz einer Air-France-Maschine mit 228 Menschen an Bord die Suche nach Opfern beendet. „Weil es unmöglich geworden ist, noch Leichen oder Trümmerteile im Suchgebiet zu finden, ist die Aktion eingestellt worden“, zitierte die Zeitung „Folha“ am Freitag (Ortszeit) den Sprecher der Luftwaffe, Oberstleutnant Henry Munhoz. Die Suche nach dem Flugschreiber wird unterdessen von Frankreich fortgesetzt.
Damit bleiben 177 der Passagiere und Besatzungsmitglieder des am Pfingstmontag mitten über dem Meer abgestürzten Airbus A330 verschollen. Insgesamt 51 Leichen hatten aus dem riesigen Seegebiet im Atlantik geborgen werden können. Darunter befanden sich auch drei Deutsche und der französische Pilot. Seit dem 17. Juni sei jedoch kein Opfer mehr gefunden worden, betonte Munhoz. Auch mehr als 600 Trümmerteile seien aus dem Atlantik gefischt worden.
Die Flugschreiber liegen wahrscheinlich mehrere tausend Meter tief im Atlantik. Früheren Angaben zufolge werden sie in Kürze für immer verstummen. Die Suche nach den Flugschreibern ist noch nicht beendet. „Alle französischen Mittel bleiben vor Ort“, erklärte der französische Militärsprecher Christophe Prazuck am Samstag. Über die genauen Ursachen des Unglücks herrscht weiter Unklarheit.