Home
http://www.faz.net/-gum-72j91
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 plus

Ungewöhnlicher Verkehrsunfall Elch kommt auf Autobahn bei Berlin ums Leben

Ein Elch ist nahe Berlin von einem Auto angefahren und dabei getötet worden. Die Tiere sind in Deutschland nicht so selten, wie meist angenommen wird: Seit 1990 wurden allein in Brandenburg etwa 100 wildlebende Elche gesichtet.

© dpa Vergrößern Wildlebende Elche werden immer häufiger in Deutschland beobachtet. Die Tiere können bis zu 800 Kilogramm schwer und bis zu drei Meter lang werden.

Überfahrene Hasen und Rehe und vielleicht das ein oder andere Wildschwein sind auf deutschen Straßen keine Seltenheit. Bei einem Verkehrsunfall auf der A10 bei Berlin hat am Samstag allerdings ein anderes Tier für Erstaunen gesorgt: Ein imposanter, wildlebender Elch wurde von einem Auto und einem Lastwagen angefahren und kam dabei ums Leben. Bei dem Unfall wurde auch der Autofahrer verletzt, die Strecke musste zeitweise gesperrt werden.

Elch ist vermutlich über die Oder aus Polen gekommen

Elche können bis zu drei Meter lang und 800 Kilogramm schwer werden. Woher das Tier stammte, ist bisher unklar. Die Polizei in Bernau vermutet aber, dass der Elch über die Oder aus Polen nach Deutschland gekommen ist. „Anfangs dachten die Beteiligten noch, es handelt sich um einen Hirsch“, so ein Polizeisprecher.

Seit 1990 wurden in Brandenburg etwa 70 bis 100 Elche gesichtet, sagt Diplom-Forstingenieur Jan Engel vom Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde. Vor allem Jäger in den Gegenden an Oder und Neiße meldeten solche Erlebnisse. „Das ist eine ganz eigenartige, wunderschöne Beobachtung. Man kommt sich vor wie in der größten Wildnis von Skandinavien“, sagt der Experte. In Brandenburg habe es schon immer Elche gegeben: „Er war aber hier nie so richtig heimisch wie in Polen oder noch weiter östlich, sondern zog immer mal durch. Zu DDR-Zeiten wurde er sogar gejagt.“ Seit der Wiedervereinigung wurden acht tote Tiere in Brandenburg gefunden, zu einem Verkehrsunfall kam es zuletzt 2000 im Spreewald. Natürliche Feinde wie Wölfe und Bären gibt es in Deutschland kaum.

„Er gehört zu den einheimischen Tieren“

Die Geschäftsführerin des Wildparks Schorfheide, Imke Heiter, ist wenig verwundert über das zunehmende Auftauchen des Elchs: „Er gehört zu den einheimischen Tieren.“ In ihrem Park gibt es drei Elche. Auch in freier Wildbahn sei die Hirschart seit den 1970er Jahren oft gesehen worden. „Das sind ganz alte Wildwechsel“, erklärt Heiter.

Quelle: FAZ.NET mit dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Greenpeace-Aktion Demo auf dem Dach der SPD-Zentrale

Greenpeace-Aktivisten protestieren gegen die Kohlepolitik der SPD. Ihnen gelingt es, auf dem Dach des Willy-Brandt-Hauses die Attrappe des Schaufelrads eines Braunkohlebaggers aufzustellen. Mehr

20.10.2014, 12:47 Uhr | Politik
Zootiere sterben in ihren Käfigen

Bei den Kämpfen im Zuge des Gaza-Konflikts ist auch der Zoo im Freizeitpark al-Bisan in Gaza getroffen worden. Mehrere Tiere wurden getötet. Viele Gehege sind zerstört oder beschädigt. Mehr

18.08.2014, 17:53 Uhr | Gesellschaft
Bund der Vertriebenen Designierter Vorsitzender will besseres Verhältnis zu Polen

Bernd Fabritius, der designierte Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, sieht seinen Amtsantritt als Möglichkeit, die Beziehungen des Verbandes zu Polen zu verbessern. Mehr

25.10.2014, 14:42 Uhr | Politik
Zerfällt das Internet?

Heute vor 45 Jahren wurden die ersten Computer vernetzt. Doch jetzt ist die Einheit des Internet gefährdet. Unternehmen und Staaten werkeln an eigenen Netzen. F.A.Z.-Redakteur Patrick Bernau erklärt, was der Trend für Nutzer bedeutet. Mehr

02.09.2014, 13:12 Uhr | Wirtschaft
Brüssel EU-Gipfel beschließt Klimaziele für 2030

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben sich darauf geeinigt, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken und erneuerbare Energien auszubauen. Umweltschützer halten den Kompromiss für zu unzureichend. Auch Kanzlerin Merkel sagt, sie hätte sich ein höheres Ziel vorstellen können. Mehr

24.10.2014, 03:46 Uhr | Politik
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 01.09.2012, 15:35 Uhr

Mandy Capristo Und weiter geht’s

An einem Wochenende, an dem alle Stars und Sternchen dieser Welt in ihren Wohnungen zu bleiben scheinen, meldet sich immerhin Mandy Capristo mal wieder. Die frühere Freundin von Weltfußballer Mesut Özil scheint nicht mehr ganz so traurig – der Smalltalk. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden