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Veröffentlicht: 11.09.2015, 09:02 Uhr

Ungarn Kamerafrau entschuldigt sich für Tritte gegen Flüchtlinge

Bilder, auf denen sie Flüchtlingskinder tritt, lösten eine Welle der Empörung aus. Nun bittet die Kamerafrau um Entschuldigung – und versucht sich in einer Erklärung.

© Stephan Richter/Mediengruppe RTL/dpa, reuters September 2015: Die Kamerafrau bringt einen Flüchtling zu Fall

Die Kamerafrau, die an der ungarisch-serbischen Grenze dabei gefilmt wurde, wie sie Flüchtlingskinder trat und einem Mann mit einem Kind auf dem Arm ein Bei stellte, hat sich entschuldigt. In einem Brief an die rechtskonservative Zeitung „Magyar Nemzet“ schreibt Petra L., dass es ihr aufrichtig leid tue. Gleichzeitig weist sie den Vorwurf des Rassismus zurück und rechtfertigt ihr Verhalten.

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„Hunderte Flüchtlinge durchbrachen die Polizeiabsperrung, einer davon rannte auf mich zu und ich hatte Angst“, schreibt L. „Ich dachte, dass ich angegriffen werde und ich mich verteidigen muss. Es ist schwer, gute Entscheidungen zu treffen, wenn Menschen in Panik sind.“ Sie sei keine „herzlose, rassistische, kindertretende Kamerafrau“, schreibt L. weiter. „Ich verdiene weder die politische Hexenjagd, die gegen mich veranstaltet wird, noch die Hetzte, noch die Todesdrohungen.“

Der Vorfall, für den sich Petra L. nun entschuldigt, ereignete sich am Dienstag nahe der Stadt Röszke. Als Bilder davon in sozialen Netzwerken auftauchten, löste das eine Welle der Empörung aus. Als Konsequenz kündigte der Internet-Fernsehsender N1TV der Kamerafrau fristlos. Auf Facebook bezeichnete der Chefredakteur das Verhalten der Mitarbeiterin als „inakzeptabel“. Kurz darauf nahm Ungarns Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen die Frau auf. Zwei kleine Oppositionsparteien hatten Strafanzeige gestellt.

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