http://www.faz.net/-gum-79ck4

Wetterkapriolen in Deutschland : Schnee und Kälte im Mai

  • Aktualisiert am

Auf dem Brocken: Winteridylle im Mai. Bild: dpa

Was ist los mit dem Wetter? Eine Woche vor dem meteorologischen Sommeranfang liegen auf dem Brocken 13 Zentimeter Schnee. Und auch im Flachland sind die Temperaturen eher herbstlich.

          Eine Woche vor Beginn des meteorologischen Sommers fühlt sich das Wetter eher wie Herbst an. Mancherorts fiel sogar Schnee. Auf dem Brocken im Harz, dem höchstem Berg in Norddeutschland, lag am Freitag eine 13 Zentimeter dichte Schneedecke, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Auch im Allgäu, in den Mittelgebirgen und im Bayerischen Wald habe es geschneit. Auf der Zugspitze fielen in der Nacht zu Freitag zehn Zentimeter Neuschnee, am Tag wurden bis zu minus zwölf Grad erwartet. Im Westen hatte es in der Nacht zu Freitag ebenfalls Frost gegeben.

          Vielerorts in Deutschland regnet es derweil weiter. Der Regen macht höchstens mal kurze Pausen. Die Temperaturen pendeln am Tag um zehn Grad und gehen nachts gegen null. „Die Talsohle scheint jetzt aber erreicht zu sein“, sagte DWD-Meteorologin Dorothea Paetzold in Offenbach. Ganz so kalt wie in den vergangenen beiden Nächten werde es nicht mehr.

          Die Kühe im Allgäu wurden genauso vom Neuschnee überrascht … Bilderstrecke
          Die Kühe im Allgäu wurden genauso vom Neuschnee überrascht … :

          Dafür zieht von Polen Tief „Christoffer“ mit neuen Regenwolken auf. Die Wolken wärmen ein wenig, lassen aber kaum Platz für Sonnenstrahlen. Und es wird auf jeden Fall nass: Fußballfans, die unbedingt auf die Fanmeilen in Berlin, Dortmund oder München wollen, sollten Gummistiefel und Regenschirme mitnehmen. „Von Osten schiebt sich Regen rein“, sagte Paetzold voraus. „In Berlin wird es gießen.“ Dortmund und München könnten Glück haben. Am Sonntag soll es im ganzen Land ergiebig regnen.

          Zwar seien Temperaturen wie die von Donnerstag - tagsüber weniger als zehn Grad im Westen - Ende Mai schon ungewöhnlich, aber Rekorde habe es nicht gegeben, sagte Meteorologin Paetzold. Und Kälteeinbrüche seien um diese Jahreszeit nicht selten. Typisch seien solche Phasen etwa Mitte Mai und Anfang Juni - bekannt als Eisheilige und Schafskälte.

          Quelle: DPA

          Weitere Themen

          Kühle Kunst – das Schneedorf Video-Seite öffnen

          Iglu-Hotels : Kühle Kunst – das Schneedorf

          Im finnischen Lappland entsteht jedes Jahr das Snow Village, geformt aus 20 Millionen Kilogramm Schnee und 350 Tonnen Eis. Bei minus 35 Grad Celsius kann man sogar in einer der Iglu-Suiten übernachten.

          Buschfeuer zerstören Häuser Video-Seite öffnen

          Melbourne : Buschfeuer zerstören Häuser

          Hitze ist für Australien nichts neues, auch jetzt sind wieder drei Bundesstaaten von einer Hitzewelle mit Temperaturen von rund 40 Grad betroffen. Für die Bevölkerung sind vor allem die Buschbrände gefährlich.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Zwei Bauern, ein Ziel : Wer ernährt die Welt?

          Axel Dettweiler ist ein Bauer in Rheinhessen, Felix Kangwa in Sambia. Beide versuchen, die Welt zu ernähren. Der eine hat schwere Traktoren, der andere nur Holzhaken. Eine Feldstudie.
          Massentierhaltung und Gesundheitswahn treiben die Nachfrage nach Vitaminen.

          Lieferengpass : Vitamine sind knapp und teuer

          Massentierhaltung und Gesundheitswahn treiben die Nachfrage. Doch Umweltauflagen in China und ein Brand in Ludwigshafen wirbeln den Markt durcheinander.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.