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Wetter Hitzewelle hält auch in der nächsten Woche an

21.07.2006 ·  Ein Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht. Die Meterologen kündigen zwar fürs Wochenende Gewitter an, die werden aber nicht für die erhoffte Abkühlung sorgen. Und das ist erst der Beginn der „Hundstage“.

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Hitzewelle und kein Ende: Der Super-Sommer geht in Deutschland und weiten Teilen Europas noch mindestens bis Ende Juli mit tropischen Temperaturen weiter. In Deutschland sei frühestens Ende des Monats mit einer deutlicheren Abkühlung zu rechnen - und dies auch nur in einzelnen Gebieten, dämpfen Meterologen die Erwartungen. Italien richtete sich auf ein Wochenende mit Temperaturen um die 40 Grad ein. In Frankreich fielen der Hitzewelle bereits 20 Menschen zum Opfer.

Die Temperaturen erreichten am Freitag in Deutschland erneut zwischen 27 und 36 Grad, wie Wetteronline berichtete. Damit sanken die Thermometer zwar unter die Werte der Vortage; vor allem im Süden Deutschlands zog dafür schwülwarme Gewitterluft ein. Nur an den Küsten war es mit 23 bis 28 Grad etwas kühler. Für das Wochenende und die kommende Woche sagen die Meteorologen weiter heiße Temperaturen, Wärmegewitter und tropische Nächte mit Temperaturen über 20 Grad an.

Ebenso wie die Temperaturen gingen am Freitag zwar auch die Ozonwerte leicht zurück, insgesamt blieb die Belastung aber hoch. Fast in ganz Nordrhein-Westfalen, aber auch in weiten Teilen Niedersachsens, Sachsens, Sachsen-Anhalts, Berlins und in einzelnen Gebieten Süddeutschlands kletterte die Ozonbelastung über den Schwellenwert für die Information der Öffentlichkeit von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter. Am Samstag und Sonntag sollte die Ozonbelastung in diesen Gebieten ähnlich hoch bleiben, während sie für das übrige Bundesgebiet unterhalb des Informationswerts sinken sollte.

Gleiche Wetterlage wie im Rekord-Sommer

Wie schon 2003 ist die Ursache für die lang anhaltende extreme Hitze dieses Jahres eine charakteristische Wetterkonstellation: Sehr hoher Luftdruck über Zentraleuropa blockt Tiefdruckgebiete ab, die sich von Westen nähern. Für die Tiefs ist der hohe Luftdruck ein unüberwindliches Hindernis. Sie müssen abdrehen und werden im Uhrzeigersinn um das Hoch herum nach Nordwesten abgelenkt. Dabei beschreibt ihre Bahn ein „Omega“. Meteorologen sprechen deshalb von einer „Omega“-Wetterlage.

Gleichzeitig strömt ungehindert trockene, heiße Luft aus Osten nach Deutschland. Wegen fehlender Feuchtigkeit bilden sich kaum Wolken, und so kann die Sonne die Erdoberfläche immer weiter aufheizen, täglich viele Stunden lang. Weil die Erdoberfläche bereits stark erwärmt ist, gibt es nachts kaum Abkühlung, sondern die Erde wirkt dann wie eine Fußbodenheizung. Ein Ende der Hitzeperiode sei erst in Sicht, wenn der Druck im Hochdruckgebiet falle und damit der Widerstand gegen die Tiefdruckgebiete schwächer werde. Die Tiefs können dann an Einfluß gewinnen und das Hoch abdrängen.

„Hundstage“ nicht immer pünktlich

Die „Hundstage“ bringen die größte Sommerhitze, aber nicht immer sind sie pünktlich. Traditionell dauern sie vom 23. Juli bis zum 23. August und bringen nach alter Bauernregel drückendes und schwüles Wetter. Nach den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach gab es in der Vergangenheit allerdings ausgerechnet für den Kern-Zeitraum der „Hundstage“ vom 28. Juli bis 7. August in Mitteleuropa eine Häufung unbeständiger Südwestwetterlagen.

Die Bezeichnung „Hundstage“ geht auf das Sternbild des Großen Hundes zurück, dessen Doppelstern Sirius Anfang August morgens vor Sonnenaufgang am Horizont sichtbar wird. Den alten Ägyptern zeigte das Erscheinen des Sirius die bevorstehende Hochwasserwelle des Nils mit dem Transport fruchtbaren Schlamms an, der für ihre Landwirtschaft von großer Bedeutung war. Achteinhalb Lichtjahre von der Erde entfernt, ist Sirius der hellste Himmelskörper im Sternbild des Großen Hundes.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, dpa
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