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Wetter Amtlich: Wärmster Herbst seit Menschengedenken

28.11.2006 ·  Was die Menschen in Deutschland in den vergangenen Wochen erlebt haben, war mit Abstand der wärmste Herbst seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Laut Deutschem Wetterdienst war es drei bis vier Grad wärmer als im Durchschnitt.

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Jetzt ist es amtlich: Der sogenannte Jahrhundertherbst 2006 ist der mit Abstand wärmste in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnung. September, Oktober und November waren alle jeweils drei bis vier Grad zu warm. An vielen Meßstationen wurden neue Rekordtemperaturen erzielt, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Auch beim Sonnenschein lag der diesjährige Herbst weit vorne, dafür regnete es zu wenig.

Das ungewöhnlich milde Wetter vier Wochen vor Weihnachten bestätigt den Trend der vergangenen drei Monate. „Der Herbst 2006 ist mit großem Abstand der wärmste seit 1901“, erklärte DWD-Experte Gerhard Lux. „Natürlich denkt man da automatisch an den Klimawandel, auch wenn das alleine natürlich kein Beweis ist.“ In ganz Deutschland lag die Mitteltemperatur mit 12,0 Grad um 3,2 Grad höher als der Mittelwert 1961 bis 1990.

Zu trocken, äußerst sonnenreich

Die höchste Herbsttemperatur wurde laut DWD am 12. September in Kalkar am Niederrhein mit 31,4 Grad gemessen. Weitere ungewöhnliche Einzelwerte gab es am 26. Oktober mit 28,6 Grad in Emmendingen-Mundingen und am 25. November mit 22,1 Grad in Müllheim. Verbreitet frostige Temperaturen, wie man sie eigentlich im November erwartet, gab es nur Anfang dieses Monats. Die tiefste Temperatur dieses Herbstes wurde am 3. November mit minus 8,6 Grad im bayerischen Mallerdsorf-Pfaffenberg gemessen.

Im Vergleich zum Durchschnitt war der Herbst 2006 auch zu trocken: An der Donau fiel weniger als die Hälfte der üblichen Menge, örtlich waren es kaum 30 Prozent. Dagegen regnete es vor allem im Südwesten mehr als üblich, in Freiburg wurde fast das Doppelte des Normalwerts registriert. Die höchste Tagesmenge fiel mit 103 Litern pro Quadratmeter am 17. September im hessischen Dillenburg bei einem Unwetter.

Überall in Deutschland schien die Sonne mehr als normalerweise: Die durchschnittliche Sonnenscheindauer von fast 400 Stunden lag etwa 25 Prozent über dem Normalwert von 311 Stunden. Örtlich gab es sogar 50 Prozent mehr Sonnenstunden als üblich, im Südosten Bayerns registrierte der DWD zum Teil mehr als 500 Sonnenstunden. Damit gehört der Herbst 2006 zu den sonnigsten seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1951 - Spitzenreiter bleibt aber weiter der Herbst 1959 mit 484 Sonnenstunden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP
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