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Wacken Open-Air-Festival darf weiter rocken

 ·  Die Veranstalter des Wacken-Open-Airs, des größten Heavy Metal-Festivals der Welt, haben sich außergerichtlich mit einer Klägerin geeinigt. Sollte es zu laut werden, zahlen sie an wohltätige Organisationen.

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Die Konzerte auf dem weltgrößten Heavy-Metal-Festival in Wacken bei Itzehoe (Kreis Steinburg) dürfen auch in diesem Jahr wie gewohnt stattfinden. Die Klage vor dem Verwaltungsgericht Schleswig wegen der Lautstärke des Festivals ist vom Tisch, wie Rechtsanwalt Jens-Ulrich Kannieß am Donnerstag miteilte. Der Vertreter der Kläger und die Veranstalter einigten sich außergerichtlich. „Wenn der Geräuschpegel von 70 Dezibel im Mittel überschritten wird, zahlt der Veranstalter künftig 1000 Euro an die Gemeinde“, sagte Kannieß.

70 Dezibel entsprächen der Lautstärke eines laufenden Rasenmähers. Die Gemeinde soll das Geld an soziale Einrichtungen weiterleiten. Dieser Vorschlag kam laut Rechtsanwalt von den Veranstaltern selbst. Die Einhaltung des Vergleichs soll künftig eine amtlich anerkannte Messstelle überprüfen.

Im Bayreuth des Nordens: das Open Air Festival Wacken

Rechtsanwalt Kannieß vertritt eine Frau und einen Mann aus Wacken, die gegen das Amt Schenefeld geklagt hatten, weil sie sich durch den Festivallärm belästigt fühlten. Die Genehmigungsbehörde hatte sich auf eine Ausnahmeregel berufen, nach der bei seltenen Ereignissen der Lärmgrenzwert von 70 auf 90 Dezibel hochgeschraubt werden kann. Die Veranstalter des Wacken-Open-Air hatten stets bestritten, dass vor dem Haus der Klägerin ein Wert von 90 Dezibel erreicht werde.

Sobald er den von der Gegenseite unterschriebenen Vergleich in Händen halte, werde er die Klage zurückziehen, sagte Kannieß. Er wollte dies voraussichtlich noch am Donnerstag erledigen. Damit wäre der ursprünglich für den 18. Februar vorgesehene Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht überflüssig.

Zum „Wacken Open Air 2013“ werden 75.000 Heavy-Metal-Fans erwartet. Rund hundert Bands spielen in der ersten Augustwoche zum Teil gleichzeitig mit einer Lautstärke von bis zu 120 Dezibel auf. Die Karten für das Spektakel sind seit Monaten ausverkauft.

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24.01.2013, 14:13 Uhr

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