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Vulkanausbrüche Erschütterungen am „Ring des Feuers“

09.06.2004 ·  18.000 Menschen sind auf der Flucht vor dem Vulkan Mount Awu in Indonesien. Es war der zweite Ausbruch in zwei Tagen in der seismologisch aktiven Region am „Ring des Feuers“.

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Einen Tag nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Bromo ist im Nordosten des Landes ein zweiter Vulkan aktiv geworden. Über dem Mount Awu auf der Insel Sangihe steht seit Mittwoch morgen eine zwei Kilometer hohe Rauchsäule, berichtete ein Sprecher des vulkanonologischen Instituts in der Stadt Bandung. Über Verletzte wurde zunächst nichts bekannt. In Erwartung der Eruption waren mehr als 18.000 Bewohner der Gegend rund um den 1340 Meter hohen Berg in Sicherheit gebracht worden.

Den Angaben zufolge beruhigte sich unterdessen der Mount Bromo. Beim Ausbruch des 2387 Meter hohen Vulkans, rund 810 Kilometer östlich der Hauptstadt Jakarta gelegen, waren am Dienstag zwei asiatische Touristen getötet und fünf Urlauber verletzt worden. Noch in 100 Kilometer Entfernung regnete es Asche.

Kommt noch der große Ausbruch?

Nach der Eruption des Awu am Mittwoch habe es im Laufe des Tages noch einige kleinere Ausbrüche gegeben, sagte der Vulkanologe Sjamsu Rizal. Vulkanische Asche sei überall auf der Insel Sangihe, die vor der Küste Sulawesis liegt, niedergegangen. Es sei allerdings schwer vorherzusagen, ob es zu einem großen Ausbruch kommen oder sich der Vulkan wieder beruhigen werde.

Die letzte verheerende Eruption des Awu war 1966. Damals starben 39 Menschen, 11.000 Einwohner mußten fliehen. Bei einem kleineren Ausbruch 1992 kam niemand zu Schaden. In Indonesien gibt es rund 500 Vulkane, von denen 128 aktiv sind. 65 davon gelten als gefährlich. Indonesien liegt in einer seismologisch äußerst aktiven Zone rund um den Pazifik, dem sogenannten Ring aus Feuer.

Quelle: @FAZ.NET, mit Material von dpa
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