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Trotz neuer Landebahn Amt bescheinigt Lerchesberg passable Luftqualität

 ·  Obwohl der gediegene Lerchesberg im Frankfurter Süden seit der Freigabe der neuen Landebahn regelmäßig von Flugzeugen in geringer Höhe passiert wird, ist die Luft ganz gut. Das haben amtliche Messungen ergeben.

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Auf dem Lerchesberg im Frankfurter Süden, einer der Einflugschneisen zur neuen Landebahn am Flughafen, ist die Luft vergleichsweise gut. Zu diesem Zwischenergebnis kommt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) nach der Auswertung seiner im Mai aufgestellten Messstation. Die Station überprüft die Konzentration von Luftschadstoffen, misst aber nicht den Lärm. „Für eine Großstadt ist die Belastung vergleichsweise gering“, sagte HLUG-Experte Stefan Jacobi.

Die Schadstoffkonzentration liege auf dem gleichen Niveau oder niedriger als an Messstationen in der Umgebung, etwa in Raunheim oder Hanau. Nur die Ozonkonzentrationen seien höher - das sei typisch für Stationen, die weiter entfernt von direkten Emissionen für Stickstoffoxide lägen. Ein Großteil der Schadstoffe, die Flugzeuge in die Umwelt ausstoßen, werde in der Höhe großräumig verteilt.

Ob auf dem Lerchesberg, einem reinen Wohnviertel mit vielen Einfamilienhäusern und Gärten, Grenzwerte verletzt werden, könne erst nach einem Jahr beurteilt werden, sagte Jacobi. Allerdings sei nach der jetzigen Erfahrung nicht mit einer Überschreitung zu rechnen. Ein Vergleich mit der Belastung vor der Eröffnung der neuen Landebahn im Oktober 2011 sei nicht möglich, denn damals habe es noch keine Messstation auf dem Lerchesberg gegeben.

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