Home
http://www.faz.net/-guq-pj7r
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
50 Plus

Tierwelt Delphine retten Schwimmer vor Weißem Hai

Von Delphinen erzählt man sich die tollsten Geschichten, viele sind nur Gerüchte. Jetzt aber gibt es Zeugen: Ein Gruppe Delphine hat offenbar vor Neuseeland Menschen vor einem Hai beschützt.

© dpa Vergrößern Zum Knutschen: Delphine spielten vor Neuseeland Lebensretter

Ein Schwarm Delphine hat vor der Küste Neuseelands vier Schwimmer vor einem Weißen Hai gerettet. Zunächst sei er überrascht gewesen, als sechs oder sieben der Meeressäuger plötzlich auf die Gruppe zugerast seien und „sehr aufgeregt“ einen engen Kreis um ihn sowie drei junge Frauen gebildet hätten, sagte Rettungsschwimmer Rob Howes am Dienstag dem Rundfunksender Radio New Zealand. Als er wegschwimmen wollte, habe er bei einem Blick unter Wasser den drei Meter langen Hai „wie eine graue Masse“ in nur wenigen Metern Entfernung gesehen. Schließlich habe glücklicherweise ein Rettungsboot die Vier aus dem Wasser geholt.

Die Rettungsschwimmer von Ocean Beach nahe der Stadt Whangarei auf der Nordinsel sind mit den Delphinen vertraut, da sie jeden Sommer einige Male mit den Tieren im Meer spielten, berichtete Howes von seinem Erlebnis, das bereits drei Wochen zurückliegt. Allerdings habe er die Meeressäuger noch nie so aufgeregt erlebt.

Mehr zum Thema

„Sie wollten uns beschützen“

„Sie haben ganz enge Bahnen um uns herum gezogen. So etwas haben wir noch niemals zuvor erlebt“, sagte Howes. „Ihr Verhalten zeigte, daß sie uns beschützen wollten.“ Ein anderer Rettungsschwimmer, der die Gruppe geborgen hatte, bestätigte die Angaben seines Kollegen.

Tierforscherin Rochelle Constantine von der Universität Auckland zeigte sich wenig überrascht von dem Einsatz der Tiere. „Eine selbstlose Reaktion ist bei Delphinen recht normal. Sie wollen den Hilflosen beistehen“, sagte sie dem australischen Rundfunksender ABC. Rob Howes wundert sich dennoch: „Fachleute berichten nur davon, daß Delphine schon einmal einzelne Schwimmer schützen, aber nicht gleich eine ganze Gruppe. Ihr Verhalten war seltsam artfremd.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Schwindende Schwimmkompetenz Deutschland plant den Untergang

Kommunen schließen Schwimmbäder, an den Schulen fehlt es an Schwimmunterricht. Die Folge: Immer weniger Kinder können sich richtig über Wasser halten. Längst schlägt die DLRG Alarm. Mehr

15.09.2014, 11:37 Uhr | Sport
Gestrandeter Buckelwal an der Goldküste gerettet

Ein gestrandeter Meeressäuger hat an der Goldküste für Aufregung gesorgt. Helfern gelang es nach mehreren Versuchen, das tonnenschwere Tier wieder ins offene Meer zu ziehen. Mehr

10.07.2014, 09:43 Uhr | Gesellschaft
Kim Dotcom Wieder ganz groß im Geschäft

Der in Deutschland mehrfach verurteilte Internetunternehmer Kim Schmitz alias Kim Dotcom mischt in seiner neuen Heimat Neuseeland die Politik auf. Er sucht die Nähe zu Edward Snowden und gefällt sich in der Rolle als politischer Aktivist - gegen Überwachung im Internet. Mehr

17.09.2014, 07:41 Uhr | Politik
Wissenschaftler untersuchen Riesentintenfisch

Wissenschaftler in Neuseeland im Glück: Am Ta Papa Museum in der Hauptstadt Wellington haben sie einen Riesentintenfisch aufgetaut und untersucht. Das Tier ist weiblich, wiegt 350 Kilo und die Fangarme sind über einen Meter lang. Mehr

19.09.2014, 12:36 Uhr | Wissen
Naturwein Revolution in Orange

Drei Farben hat der Wein: Weiß, Rosé, Rot. Und jetzt eine vierte: Orange. Was kann das Naturprodukt, das die Weinwelt polarisiert? Und woher kommt seine Farbe? Mehr

12.09.2014, 18:37 Uhr | Stil
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.11.2004, 14:49 Uhr