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Veröffentlicht: 23.11.2004, 14:49 Uhr

Tierwelt Delphine retten Schwimmer vor Weißem Hai

Von Delphinen erzählt man sich die tollsten Geschichten, viele sind nur Gerüchte. Jetzt aber gibt es Zeugen: Ein Gruppe Delphine hat offenbar vor Neuseeland Menschen vor einem Hai beschützt.

© dpa Zum Knutschen: Delphine spielten vor Neuseeland Lebensretter

Ein Schwarm Delphine hat vor der Küste Neuseelands vier Schwimmer vor einem Weißen Hai gerettet. Zunächst sei er überrascht gewesen, als sechs oder sieben der Meeressäuger plötzlich auf die Gruppe zugerast seien und „sehr aufgeregt“ einen engen Kreis um ihn sowie drei junge Frauen gebildet hätten, sagte Rettungsschwimmer Rob Howes am Dienstag dem Rundfunksender Radio New Zealand. Als er wegschwimmen wollte, habe er bei einem Blick unter Wasser den drei Meter langen Hai „wie eine graue Masse“ in nur wenigen Metern Entfernung gesehen. Schließlich habe glücklicherweise ein Rettungsboot die Vier aus dem Wasser geholt.

Die Rettungsschwimmer von Ocean Beach nahe der Stadt Whangarei auf der Nordinsel sind mit den Delphinen vertraut, da sie jeden Sommer einige Male mit den Tieren im Meer spielten, berichtete Howes von seinem Erlebnis, das bereits drei Wochen zurückliegt. Allerdings habe er die Meeressäuger noch nie so aufgeregt erlebt.

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„Sie wollten uns beschützen“

„Sie haben ganz enge Bahnen um uns herum gezogen. So etwas haben wir noch niemals zuvor erlebt“, sagte Howes. „Ihr Verhalten zeigte, daß sie uns beschützen wollten.“ Ein anderer Rettungsschwimmer, der die Gruppe geborgen hatte, bestätigte die Angaben seines Kollegen.

Tierforscherin Rochelle Constantine von der Universität Auckland zeigte sich wenig überrascht von dem Einsatz der Tiere. „Eine selbstlose Reaktion ist bei Delphinen recht normal. Sie wollen den Hilflosen beistehen“, sagte sie dem australischen Rundfunksender ABC. Rob Howes wundert sich dennoch: „Fachleute berichten nur davon, daß Delphine schon einmal einzelne Schwimmer schützen, aber nicht gleich eine ganze Gruppe. Ihr Verhalten war seltsam artfremd.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa

 

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