23.06.2009 · Im Norden ist der Sommer endlich da, im Süden kehrt der Winter zurück. Die Biergärten bleiben geschlossen, der Dauerregen führt zu Überflutungen in Südbayern. Auf der Zugspitze liegt Schnee und in Österreich gab es Unwetter.
Kurz nach Sommerbeginn spielt das Wetter in Bayern und in Österreich verrückt. Regenfluten und Neuschnee haben zum Wochenbeginn Überschwemmungen verursacht und den Verkehr behindert. Auf der bayerischen Winklmoos-Alm bei Reit im Winkl fielen nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia seit Montagmorgen 74,5 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Norden schien dagegen die Sonne, und die ersten Urlauber zog es an die Strände.
Auf der Zugspitze liegen 60 Zentimeter Neuschnee. Insgesamt sei dort am Dienstag eine Schneehöhe von 275 Zentimetern gemessen worden. Auch im Nachbarland Österreich regnete es 36 Stunden ununterbrochen.
Nach einem Erdrutsch wurde eine Straße in Kärnten zwischen Lieserbrücke und Gmünd am Dienstag gesperrt, wie die Nachrichtenagentur APA mitteilte. Auch in Tirol waren Straßen unpassierbar. In höheren Lagen behinderte Schneetreiben die Autofahrer. Die Kettenpflicht auf der Silvretta-Hochalpenstraße wurde jedoch inzwischen aufgehoben. Aus Oberösterreich meldeten die Meteorologen Hochwasser. Die Tageshöchsttemperaturen im Land lagen mit etwa 12 Grad deutlich unter dem für die Jahreszeit üblichen Durchschnitt.
Die heftigen Regengüsse in Bayern sollen noch bis zum Mittwoch anhalten. Das Umweltlandesamt wies darauf hin, dass das Wasser in den Flüssen deutlich steigt. Am Inn sei es in der Nacht zum Dienstag zu ersten Überschwemmungen gekommen. Für das Wochenende sagen die Meteorologen wieder sommerliche Temperaturen voraus, warnen aber bereits vor heftigen Gewittern.
Klimakatastrophe!
Stefan Moll (molls)
- 23.06.2009, 19:24 Uhr