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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Nordrhein-Westfalen Drei Viehbetriebe wegen Dioxin-Verdachts gesperrt

04.11.2004 ·  Aus den Niederlanden ist mit dem Giftstoff Dioxin verseuchtes Tierfutter nach Deutschland gelangt. Drei Betriebe in Nordrhein-Westfalen wurden vorsorglich geschlossen, solange genauere Untersuchungen laufen.

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Nach Belgien und den Niederlanden hat ein neuer Fall von mit Dioxin versetztem Tierfutter nun auch in Deutschland zu Konsequenzen geführt. Drei Bauernhöfe in Nordrhein-Westfalen wurden gesperrt, weil sie Futtermittel aus den Niederlanden erhalten hatten, das mit dem Krebs erregenden Giftstoff verseucht sei. Welche Höfe betroffen sind, wollte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf am Donnerstag nicht sagen.

In den Niederlanden, wo bereits mehr als 160 Höfe gesperrt sind, seien Dioxin-Spuren in der Milch betroffener Betriebe nachgewiesen worden, teilte das Bundesagrarministerium am Donnerstag mit. Daraufhin habe Den Haag in einer Schnellwarnung die europäischen Partner informiert. In Belgien wurden bisher acht Höfe gesperrt. Der deutsche Milchindustrie-Verband teilte mit, daß es sich bei den betroffenen Höfen im Münsterland um keine Milchviehbetriebe handele. „Deutsche Milch ist nicht betroffen.“ Die nordrhein-westfälische Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) sagte, das Fleisch der Tiere aus den drei Höfen werde auf mögliche Belastungen untersucht.

Futter aus Kartoffelschalen verseucht

Erste Untersuchungen haben ergeben, daß das Dioxin in einem Wasserbad enthalten war, in dem die Kartoffeln der Pommes-Fabrik McCain gewaschen wurden. Die Schalen der Kartoffeln, die für die Pommes-Produktion verwendet werden, sind auf den Bauernhöfen an Tiere verfüttert worden. Ein McCain-Sprecher erklärte, nach dem Nachweis von Dioxin sei der Verkauf des betroffenen Futtermittels umgehend gestoppt worden. Es laufe eine groß angelegte Untersuchung. Die Pommes-Frites-Produktion sei aber nicht betroffen.

Der niederländische Landwirtschaftsminister ordnete eine Untersuchung des Dioxingehalts im Fleisch der Tiere auf 140 Bauernhöfen an. So lange die Ergebnisse nicht bekannt sind, sollten auf keinen Fall diese Tiere in die Nahrungskette gelangen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, Reuters
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