04.07.2005 · Eine der berühmten Felssäulen der sogenannten „Zwölf Apostel“ vor der Küste Australiens ist im Meer versunken. Vor den Augen überraschter Zuschauer brach die Millionen Jahre alte Steinformation binnen Sekunden in sich zusammen.
Eine der unter dem Namen Zwölf Apostel berühmten Felssäulen vor der Küste Australiens ist im Meer versunken. Vor den Augen überraschter Zuschauer brach die Millionen Jahre alte Steinformation binnen Sekunden in sich zusammen und stürzte größtenteils ins Meer.
Die „Zwölf Apostel“ gehören zu den bekanntesten Natursehenswürdigkeiten Australiens. Von der einst rund 50 Meter hohen Säule sei nur ein etwa zehn Meter hoher Schutthaufen übrig geblieben, sagte Naturparkaufseher Alex Green dem australischen Rundfunk. Augenzeugen berichteten, am vergangenen Sonntag sei zunächst ein großer Riß auf einer Seite des Felsens aufgetaucht.
Einfach im Meer versunken
Dann habe man den Eindruck gehabt, die Steinsäule erbebe und erzittere ein wenig. Schließlich sei sie gebrochen, praktisch in sich selbst zusammengestürzt und ziemlich direkt im Meer versunken.
Entgegen ihres Namens gab es schon vor dem jüngsten Einsturz nur neun der eindrucksvollen Felssäulen, die im Bundesstaat Victoria rund 220 Kilometer südwestlich von Melbourne im Wasser stehen. 1990 war bereits ein Teil einer anderen Säule, die so genannte London Bridge, in sich zusammengebrochen.
Natürlicher Erosionsprozeß
Parkaufseher Green sagte, der Einsturz sei Teil des natürlichen Erosionsprozesses, durch den die rauhe Küstenlandschaft entlang der „Great Ocean Road“ entstanden ist. Über Millionen Jahre hinweg haben Wellen die Kalksteinklippen ausgewaschen, so daß zunächst Höhlen, dann Bögen und schließlich die Säulen entstanden.