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Arktis „Polarstern“ birgt Reste verlassener Forschungsstation

20.08.2004 ·  Die Crew des deutschen Forschungsschiffes „Polarstern“ hat auf ihrer aktuellen Expedition in der Arktis die Reste der unter dramatischen Umständen verlassenen Forschungsstation „Nordpol-32“ geborgen.

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Eine seit Monaten in der Nähe des Nordpols treibende russische Eisstation ist von der Besatzung des deutschen Forschungsschiffes „Polarstern“ geborgen worden. Die Reste der Station hätten unter anderem aus zwei Traktoren und rund 300 Fässern mit Treibstoff bestanden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) am Freitag in Bremerhaven mit. Die Station „Nordpol-32“ mit zwölf Männern und zwei Hunden sei bereits am 4. März rund 150 Kilometer vom Nordpol entfernt in Seenot geraten und evakuiert worden.

„Nordpol-32“ war nach AWI-Angaben in den vergangenen Jahren die einzige Station, die auf einer Eisscholle im arktischen Ozean driftete. Sie wurde Ende April 2003 vom Expedition Center for Arctic and Antarctica (AARI) in Moskau aufgebaut. Zehn Monate sei die Arbeit erfolgreich verlaufen, ehe das Forschungsprogramm zwei Monate vor dem geplanten Abbau aufgegeben werden mußte.

Umweltverschmutzung verhindern

Packeis hatte sich über die Scholle geschoben und sie unter Wasser gedrückt. 16 Baracken und Container waren in der See versunken. Die Besatzung und die Hunde warteten zwei Tage auf Hilfe, bis sie von einem russischen Hubschrauber gerettet wurden. Der größte Teil der Ausrüstung mußte auf der Eisscholle zurückbleiben. Um die von diesem Material ausgehende Umweltschädigungen zu verhindern, entschloß sich die Crew der „Polarstern“, die Reste von „Nordpol-32“ zu bergen. Das Forschungsschiff befindet sich derzeit auf seiner 20. Expedition in der Nordpol-Region.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa
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