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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Argentinien Gletscher bricht erstmals im Winter

10.07.2008 ·  Er ist einer der größten Gletscher der Welt. Nun ist eine 60 Meter hohe Eismauer des Perito Moreno in Patagonien eingestürzt. Das geschah zuletzt im März 2006 und wiederholt sich normalerweise alle fünf bis sechs Jahre. Experten vermuten einen Zusammenhang mit der Erderwärmung.

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Der argentinische Gletscher Perito Moreno ist am Mittwoch erstmals während des Winters auf der Südhalbkugel durchgebrochen. Die 60 Meter hohe Eismauer stürzte ein.

Obwohl der Bruch des Gletschers normalerweise ein riesiges Spektakel ist, wurde es dieses Mal nur von wenigen Einheimischen verfolgt. Auch das argentinische Fernsehen war nicht vor Ort, da die Experten das Ereignis erst für die nächsten Tage vorhergesagt hatten - stattdessen sendete es Bilder des vorangegangenen Bruchs. Lediglich eine Webcam konnte das Schauspiel live im Internet übertragen.

Dass der Perito Moreno bereits im Winter bricht, hatte die Fachwelt überrascht. Schon am Sonntag waren erste, riesige Eisbrocken ins Wasser gestürzt. Experten vermuten einen Zusammenhang mit dem Klimawandel. „Es könnte mit der Erderwärmung zu tun haben, denn der Anstieg der Temperatur wirkt sich auf die Widerstandsfähigkeit des Eises aus“, sagte Carlos Corvalán, der Leiter des Nationalparkes Los Glaciares in der Provinz Santa Cruz.

Der Perito Moreno liegt im dünn besiedelten Patagonien, rund 2800 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Buenos Aires. Mit einer Ausdehnung von 275 Quadratkilometern gehört er zu den größten Gletschern der Welt. Seine Eismassen rücken kontinuierlich vor und schneiden dabei einen Nebenarm des Sees Lago Argentino ab, den Brazo Rico. Dort staut sich das Wasser, bis es sich seine Bahn bricht und die Eisbarriere zusammenstürzen lässt. Normalerweise ist es alle vier bis sechs Jahre so weit.

Zuletzt stürzten die riesigen Eisbrocken im März 2006 in den See. Tausende Besucher und Millionen Fernsehzuschauer verfolgten damals das Schauspiel.

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