21.02.2006 · Im Jahr 2004 hat jeder Deutsche im Durchschnitt 456 Kilogramm Abfall produziert. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Vom Müll-Gesamtaufkommen wurde mehr als die Hälfte wiederverwertet.
Jeder Mensch in Deutschland hinterläßt jährlich mehr als 450 Kilogramm Müll. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, wurden im Jahr 2004 bei den Haushalten 37,6 Millionen Tonnen Abfall eingesammelt. Das entsprach einem Pro-Kopf-Aufkommen von genau 456 Kilo.
Der größte Teil entfiel auf die Haus- und Sperrmüllabfälle mit 17 Millionen Tonnen (207 Kilogramm pro Einwohner). Das waren 1,1 Millionen Tonnen oder 13 Kilogramm pro Einwohner weniger als im Jahr 2000. Dann folgten getrennt gesammelte Wertstoffe mit 11,6 Millionen Tonnen (140 Kilogramm je Einwohner) vor getrennt gesammelten organischen Abfällen mit 8,4 Millionen Tonnen (102 Kilogramm je Einwohner). Der Rest entfiel auf Elektrogeräte 0,3 Millionen Tonnen oder vier Kilo pro Einwohner und die sonstigen Abfälle mit 0,2 Millionen Tonnen oder drei Kilo pro Person.
Mehr als die Hälfte wiederverwertet
Von den 37,6 Millionen Tonnen Abfällen wurden 16,3 Millionen Tonnen beseitigt. 21,3 Millionen Tonnen wurden wiederverwertet. Getrennt gesammelte Abfälle - darunter fallen Wertstoffe wie Papier, Glas, Kunststoffe oder organische Abfälle - konnten fast vollständig wiederverwertet werden.
Bei den Haus- und Sperrmüllabfällen der Länder, also aus der Restmülltonne und dem Sperrmüll, haben die Flächenstaaten mit einem Durchschnitt von 199 Kilo pro Einwohner ein geringeres Pro-Kopf-Aufkommen als die Stadtstaaten mit 308 Kilo.