19.09.2006 · Der Fleischskandal bereitet ihm eine Imagekrise. Daß der Döner neben fettigem Fleisch mit Salat, Brot und Joghurtsauce aufwartet, wird ihm positiv angerechnet. Außerdem gibt es auch eine vegetarische Version.
Kaum jemand mag in diesen Tagen noch seine Mittagspause mit ihm verbringen. Dabei beschränkt er seinen Hackfleischanteil fast immer, na ja, meistens, auf lebensmittelgesetzestreue sechzig Prozent und wartet ansonsten mit einer ausgewogenen Kalbs-, Rind- und Lammfleischmischung auf.
Fleischskandalumwittert und geschmäht, gammelt er jetzt in den Buden vor sich hin und zehrt von früheren Zeiten. Grinst mit breitem Fladenmaul beim Gedanken daran, wie er einst triumphal in Deutschland einzog und dem satten Ami-Fraß einheizte.
Vom Fett-Ratgeber empfohlen
„Ich hol mir'n Döner“ klang Anfang der Neunziger viel cooler als „'n Hotdog“, nach Geldwäsche und dem Moloch Berlin. Auch ernährungsphysiologisch darf sich der Döner als Sieger fühlen: Er sticht all die Würstchen aus.
Ein Fett-Ratgeber des Bundesministeriums für Ernährung rät, ihn der Currywurst vorzuziehen: „Zum Fleisch gibt es Brot und Salat, das heißt Ballaststoffe und Vitamine.“ Und möglichst Joghurtsauce statt Mayo verlangen.