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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Türkei Flugzeug mit spanischen Soldaten an Schwarzmeerküste abgestürzt

 ·  Eine ukrainisches Flugzeug mit 62 spanischen Militärangehörigen der Isaf-Truppen in Afghanistan und 12 Besatzungsmitgliedern ist am frühen Montagmorgen im Nordwesten der Türkei abgestürzt.

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62 spanische Soldaten der Internationalen Friedenstruppe in Afghanistan sind am Montag auf der Heimreise von ihrem jüngsten Einsatz ums Leben gekommen. Ihre in der Ukraine gecharterte Maschine vom Typ Jak-42 stürzte am Montagmorgen bei dichtem Nebel an der türkischen Schwarzmeerküste ab. Dabei kamen nach Angaben der türkischen Behörden auch die 12 Mitglieder der Crew ums Leben. Das Flugzeug zerschellte auf unbewohntem Gebiet und ging in Flammen auf. Den Rettungsmannschaften bot sich am Unglücksort nur noch ein Trümmerfeld. Grund für das Unglück war wahrscheinlich ein Pilotenfehler.

Das ukrainische Passagierflugzeug sollte auf dem Weg von Bischkek in Kirgisien ins spanische Zaragoza zum Auftanken in der Hafenstadt Trabzon am Schwarzen Meer landen. Dort herrschte am Montagmorgen dichter Nebel. Bei zwei Landeversuchen habe der Pilot die Piste nicht erkennen können und sei wieder abgedreht, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Danach war die Verbindung zur Maschine abgebrochen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf türkische Luftfahrtexperten meldete, flog die Maschine in zu großer Höhe und geriet wegen heftiger Winde in Turbulenzen. Augenzeugen aus einem nahe gelegenen Dorf berichteten, sie hätten laute Geräusche gehört und dann ein brennendes Flugzeug am Himmel gesehen. Kurz darauf habe es zwei heftige Explosionen gegeben, denen weitere gefolgt seien.

Offenbar war auch Munition an Bord

An Bord des Flugzeugs der ukrainischen Gesellschaft Sredissemnomorske befand sich offenkundig auch Munition. Türkische Soldaten berichteten, zwischen den Trümmern lägen zahlreiche nicht explodierte Handgranaten. Die Rettungskräfte konnten zunächst nur 25 bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen bergen, wie der Gouverneur von Trabzon, Aslan Yildirim, dem Sender CNN-Turk sagte. Aus Sorge vor weiteren Explosionen wurde der Absturzort evakuiert.

Laut spanischem Verteidigungsministerium waren 40 Soldaten des Heeres und 21 Luftwaffen-Soldaten an Bord; ein Insasse gehörte zur Guardia Civil. Der spanische Verteidigungsminister Federico Trillo wollte noch am Montag in die Türkei aufbrechen, um die Rückführung der Opfer in die Wege zu leiten. Spezialisten der spanischen Luftwaffe sollten vor Ort die Ursachen des Absturzes untersuchen. sei das erste Mal, daß spanische Soldaten während ihres 17-monatigen Engagements bei der Internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) ums Leben gekommen seien. Die Spanier waren unter anderem bei der Beseitigung von Minen im Einsatz. In Kabul sind derzeit 120 spanische Soldaten stationiert, die als Teil der UN-Friedenstruppe Spezialaufgaben wie die Räumung von Minen übernehmen.

Beileidsbekundungen

Der türkische Außenminister Abdullah Gül drückte in einem Gespräch mit seiner spanischen Kollegin Ana Palacio sein Bedauern über den Vorfall aus. Der ukrainische Präsident Leonid Kutschma ordnete eine Untersuchung über die Unglücksursache an und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Vertreter der ISAF in Kabul zeigten sich schockiert über den Tod ihrer Kameraden. „Alle Isaf-Mitglieder hier sind zutiefst geschockt, denn wir haben mit ihnen zusammen gearbeitet“, sagte der stellvertretende Kommandeur der Truppe, der niederländische General Robert Bertholee.

Die dreistrahlige Jak-42 (Jakowlew-42) ist eine Kurzstreckenmaschine für bis zu 120 Passagiere. Der Flugzeugtyp war seit Beginn der 80er Jahre in der damaligen Sowjetunion in Dienst. Das Flugzeug verfügt über zwei einziehbare Treppen und kann deshalb auch auf schlecht ausgerüsteten Flugplätzen eingesetzt werden.

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