29.08.2008 · Durch den Tropensturm „Gustav“ sind bislang schon 22 Menschen gestorben. Jetzt zieht er von Haiti weiter in Richtung Kuba und Jamaika. Auch New Orleans, vor drei Jahren von Sturm „Katrina“ heimgesucht, bereitet sich auf das Unwettervor.
Der gefährliche Tropensturm „Gustav“ hat auf seinem Zug durch die Karibik mindestens 22 Menschen das Leben gekostet. 14 Personen starben nach Behördenangaben in Haiti, acht weitere im Nachbarland Dominikanische Republik. Am Donnerstagmorgen bewegte sich der Wirbelsturm langsam in Richtung Kuba und Jamaika. Am Morgen war er noch 130 Kilometer von Kingston und 165 Kilometer von Guantanamo entfernt.
Die Meteorologen rechnen damit, dass „Gustav“ mit schweren Regenfällen weiter für gefährliche Überschwemmungen sorgen wird. Für Freitag wird vorausgesagt, dass der Sturm abermals Hurrikanstärke erreichen könnte. In Kuba und Jamaika liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die kubanische Regierung ordnete die Evakuierung gefährdeter Gebiete an. Bis zum Mittwochabend wurden etwa 60.000 Menschen, auch ausländische Touristen, in Sicherheit gebracht.
„Gustav“ zieht in Richtung New Orleans
Drei Jahre nach dem Hurrikan „Katrina“ hat der tropische Sturm „Gustav“ in New Orleans Angst vor einer neuen Überschwemmung ausgelöst. Die Behörden trafen erste Vorbereitungen für eine Evakuierung der Millionenstadt. Der Gouverneur von Louisiana, Bobby Jindal, rief am Mittwoch den Ausnahmezustand aus und versetzte 3000 Soldaten der Nationalgarde in Bereitschaft.