22.09.2006 · Mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund 450 Kilometern in der Stunde ist der Transrapid eines der schnellsten Fortbewegungsmittel überhaupt. Das enorme Tempo wird durch eine Technik erreicht, die den Zug ohne Reibungswiderstand fahren läßt.
Die Magnetschwebebahn Transrapid hat - anders als ein Eisenbahnzug - keine Räder. Statt dessen verfügt die Bahn über ein elektromagnetisches Trage- und Antriebssystem. Der Zug fährt über eine auf meterhohen Stelzen stehende Betonspur - den sogenannten Fahrweg.
Das Fahrzeug kann bis zu 450 Stundenkilometer schnell werden. Der Transrapid hat dabei keinen Kontakt zur Erde: Er schwebt, weil er von einem Magnetfeld gehalten und angetrieben wird. Dieses Magnetfeld überträgt zugleich auch die Energie aus dem Fahrweg in den Zug.
Antrieb im Fahrzeug und im Fahrweg
Im Gegensatz zu einer Eisenbahn hat der Transrapid ein Antriebssystem, das auf Fahrzeug und Fahrweg „verteilt“ ist. Zu diesem Antrieb gehört ein starker Elektromagnet im Transrapid. Auch im Fahrweg gibt es ein Magnetfeld, das sich in Fahrtrichtung vorwärts bewegt und den Transrapid dabei mit sich zieht. Die Magnete halten den Zug dabei zugleich in der Schwebe und in der Spur. Von dem im Fahrweg integrierten Antrieb wird jeweils nur derjenige Abschnitt mit Strom versorgt, in dem sich das Fahrzeug gerade befindet.
Diese besondere Konstruktion hat viele Vorteile: Dadurch fällt der Reibungswiderstand zwischen Schiene und Zug weg. Zudem gibt es keine mechanischen Bauteile, die verschleißen könnten. Damit gilt der Transrapid als besonders effektives Transportmittel.