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Tierpark : Geschäftsführer von Hagenbeck sollen gehen

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Wenigstens der Walrossbulle Odin scheint sich im Tierpark Hagenbeck wohlzufühlen Bild: dpa

Beide Geschäftsführer des Tierparks Hagenbeck müssen ihre Posten räumen. Das Landgericht Hamburg berief Claus Hagenbeck und Joachim Weinlig-Hagenbeck am Freitag aus der traditionellen Doppelspitze ab.

          Die beiden Geschäftsführer des Hagenbeck-Tierparks in Hamburg, Claus Hagenbeck und Joachim Weinlig-Hagenbeck, sind vom Landgericht Hamburg abgesetzt worden. Vorausgegangen war ein vor Gericht ausgetragener Streit, in dem jeder Vergleichsvorschlag gescheitert war. Eine gedeihliche Zusammenarbeit beider Parteien sei nicht mehr möglich, begründete der Richter sein Urteil. Beide Seiten trügen Schuld an der Lage. Der Streit, bei dem es unter anderem um den Umgang mit offenen Rechnungen von der Stadt Hamburg über zwei Millionen Euro ging, schwelte bereits seit Monaten. Zwar hatte sich Claus Hagenbeck als Leiter des Tierparks schon 2004 zurückgezogen. Aber er übernahm die Geschäfte wieder, als sein Schwiegersohn Stephan Hering-Hagenbeck im März 2012 die Geschäftsführung hingeworfen hatte, die er zusammen mit einem angeheirateten Neffen Joachim Weinlig-Hagenbeck innehatte.

          Claus Hagenbeck (l.) und Joachim Weinlig-Hagenbeck

          Schon damals sagte Stephan Hering-Hagenbeck, die Doppelspitze könne so nicht funktionieren. Aber auch zwischen Carl Hagenbeck und Joachim Weinlig-Hagenbeck wurde das Verhältnis nicht besser. Weinlig-Hagenbeck versuchte, per einstweiliger Verfügung den „Seniorchef“ aus der Geschäftsführung zu drängen. Der ging dagegen vor und bekam vor dem Oberlandesgericht recht. Daraufhin zogen beide Seiten abermals vor Gericht. Beide Parteien könnten sich nun doch noch einigen oder abermals vor das Oberlandesgericht ziehen. Würden sie neue Geschäftsführer benennen, kämen diese erstmals nicht mehr aus der Familie. Hagenbecks Tierpark wurde 1907 gegründet und in den neunziger Jahren in ganz Deutschland durch eine Fernsehserie bekannt.

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