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Zoo im umkämpften Mossul : Rettung von Zootieren im Irak gestoppt

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Ein Tierarzt der Organisation „Vier Pfoten“ versorgt im Februar einen Löwen im Zoo von Mossul. Jetzt ist ein Versuch gescheitert, den Löwen und ein weiteres Tier von dort wegzubringen. Bild: dpa

Im umkämpften Mossul verenden Zootiere durch Hunger oder Bombeneinschläge. Ein Bär und ein Löwe sollten jetzt von dort gerettet werden. Doch Soldaten stoppten die Tierschützer.

          Die Rettung überlebender Zootiere aus dem umkämpften irakischen Mossul ist vorerst gescheitert. Eine Tierschutz-Organisation hatte einen Bären und einen Löwen aus dem Zoo gerettet, betäubt und in Transportboxen gelegt, wurde dann aber an einem Check Point von Soldaten angehalten und an der Ausreise gehindert. Das irakische Militär brachte die Tiere wieder zurück in den Zoo, das Team aus Tierschützern musste Mossul verlassen. Das teilte die Tiernothilfe „Vier Pfoten“ am Mittwoch mit. Sie erklärte außerdem, eigentlich habe das Militär zuvor seine Unterstützung zugesagt. Die Organisation verhandelt jetzt mit Regierungsvertretern.

          Der Montazah Al-Morour Zoo in der vom sogenannten Islamischen Staat beherrschten Stadt befindet sich seit Monaten in einem katastrophalem Zustand. Der Bär und der Löwe sind stark abgemagert und leiden wegen der Mangelernährung und der fehlenden medizinischen Versorgung an Krankheiten. Der Bär hat eine Lungenentzündung, der Löwe starke Gelenkprobleme. Ihre Käfige waren mit Schutt und Trümmern vermüllt.

          Die beiden Tiere waren monatelang ohne Versorgung vor sich hin vegetiert. Fast 40 andere Tiere sind laut „Vier Pfoten“ umgekommen – bei Bombardierungen oder weil sie verhungerten. Der Zoo im Ostteil der Stadt war bei Kämpfen zwischen Terrormilizen und den irakischen Regierungstruppen fast vollständig zerstört worden. Die Organisation „Vier Pfoten“ war im Februar zum ersten Mal in dem Zoo gewesen, um die überlebenden Tiere notzuversorgen.

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