http://www.faz.net/-gum-92xqr

„Regelrechtes Vogelsterben“ : Nabu: Zahl der Vögel geht stark zurück

  • Aktualisiert am

Ein weiblicher Haussperling, volkstümlich als Spatz bekannt Bild: dpa

Nach Berechnungen des Naturschutzbundes sind in Deutschland 12,7 Millionen Brutpaare verloren gegangen. Ein Zusammenhang mit dem Insektensterben ist wahrscheinlich.

          Die Zahl der Vögel in Deutschland geht nach Berechnungen des Naturschutzbundes (Nabu) deutlich zurück. Binnen zwölf Jahren seien 12,7 Millionen Brutpaare verloren gegangen, erklärte Nabu-Vogelschutzexperte Lars Lachmann am Donnerstag. Das sei ein Minus von 15 Prozent. Lachmann wertete den Angaben zufolge Bestandsdaten der Jahre 1998 bis 2009 aus, die die Bundesregierung 2013 an die EU meldete. Bislang hätten jedoch die Entwicklungen bei einzelnen Arten im Fokus gestanden - und nicht die Summe. Neuere Zahlen werden erst 2019 erwartet.

          Für den Rückgang macht der Nabu vor allem intensive Landwirtschaft verantwortlich. Man müsse man „von einem regelrechten Vogelsterben sprechen“. Besonders stark seien „Allerweltsvögel“ betroffen, die in der Agrarlandschaft keine Überlebensmöglichkeiten mehr fänden: allen voran Stare, aber auch Haussperlinge, Wintergoldhähnchen und Buchfinken.

          Eine am Mittwoch veröffentlichte Studie untermauert auch den Rückgang bei Insekten in Deutschland. „Ein direkter Zusammenhang mit dem Vogelrückgang ist sehr wahrscheinlich, denn fast alle betroffenen Arten füttern zumindest ihre Jungen mit Insekten“, erklärte Lachmann.

          Im Frühjahr hatte die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen Zahlen zur Lage in landwirtschaftlichen Gebieten in der EU zusammengetragen: Demnach hat sich die Zahl an Vogelbrutpaaren dort zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen verringert, ein Minus von 57 Prozent.

          Weitere Themen

          Reaktionen auf das Urteil Video-Seite öffnen

          Nach Verkündung : Reaktionen auf das Urteil

          Beate Zschäpe wurde im NSU-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Versprechen der Bundesregierung, die Verbrechen bedingungslos aufzuklären, sei nicht eingelöst worden. Das kritisierte Obfrau im Untersuchungsausschuss des Bundestages Petra Pau.

          Topmeldungen

          Nicht nur einer, wie Mesut Özil, ist Schuld am deutschen Aus.

          WM-Analyse : Nur Tunesien war schwächer als Deutschland

          Nach der WM wird das Turnier analysiert. Dabei wird deutlich, woran es bei den früh gescheiterten Deutschen mangelte. Die Daten geben auch Aufschluss, warum Frankreich so erfolgreich war.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.