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Wildlife-Foto des Jahres : Ein Symbol für die Grausamkeit der Menschen

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Das von Brent Stirton aufgenommene Foto zeigt ein gewildertes Spitzmaulnashorn mit abgehackten Hörnern in einem Wildreservat in Südafrika. Bild: dpa

Das Bild eines gewilderten Nashorns ist zum Wildlife-Foto des Jahres gekürt worden, weil es symbolhaft für eines der grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur steht. Ähnlich beeindruckend sind die Fotos, die nicht gewonnen haben.

          Das Bild eines gewilderten Spitzmaulnashorns mit abgehackten Hörnern ist das Wildlife-Foto 2017. Der in Südafrika geborene Fotograf Brent Stirton erhielt dafür am Dienstagabend im Londoner Naturhistorischen Museum den „Wildlife Photographer of the Year Award“. Der Preis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für Naturfotografie.

          In der Begründung der Jury hieß es, Stirton habe die tragische Szene „beinahe majestätisch“ dargestellt. Das Foto sei „symbolhaft für eines der verschwenderischsten, grausamsten und unnötigsten Verbrechen an der Natur“. Die Aufnahme stammt aus einem Wildreservat in Südafrika. Spitzmaulnashörner sind wegen Wilderei und illegalen Handels mit den Hörnern vom Aussterben bedroht.

          Das beste Bild eines jungen Natur-Fotografen stammt von Daniel Nelson aus den Niederlanden. Die Jury ehrte ihn für sein „charismatisches Porträt“ eines jungen westlichen Flachlandgorillas aus der Republik Kongo, der sich auf dem Waldboden liegend eine afrikanische Brotfrucht schmecken lässt. Das Bild verdeutliche die Ähnlichkeit zwischen Affen und Menschen und die Bedeutung des Waldes, auf den sie angewiesen sind, hieß es in der Begründung.

          Das von Justin Hofman geschossene Foto zeigt ein kleines Seepferdchen, das sich ein Ohrstäbchen im Meer vor Indonesien gegriffen hat. Bilderstrecke

          Profis und Amateure aus 92 Ländern hatten sich mit fast 50.000 Beiträgen um die Auszeichnungen des renommierten Museums beworben. Den Wettbewerb gibt es seit mehr als 50 Jahren. Die Bilder vom Nashorn und dem Gorilla werden ab Freitag zusammen mit vielen weiteren Fotografien in dem Museum in London gezeigt. Ab 25. November wird die Schau dann im Westfälischen Pferdemuseum in Münster zu sehen sein.

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