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Tiere Südamerikanischer Kaffee mag afrikanische Bienen

12.06.2002 ·  Wenn afrikanische Honigbienen südamerikanische Kaffesträucher umschwirren, gibt es bis zu 50 Prozent mehr Ertrag.

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Wer mag nicht gern umschwärmt sein? Und was für Menschen zutrifft, gilt auch für Südamerikas Kaffeesträucher.

David Roubik vom Smithonian Tropical Research Institute in Panama veröffentlichte jüngst in der Zeitschrift „Nature“ eine Studie, dass gerade die afrikanische Honigbiene die Pflanzen stimuliert. Wenn die eingeführte Biene die Blüten umsummt, tragen die Sträucher mehr und schwerere Früchte. Der Ertrag könne sich um bis zu 50 Prozent steigern, sagt Roubik. Er fand zudem, dass der Besuch einheimischer Insekten bei den Pflanzen den gleichen Effekt habe - jedoch etwas schwächer.

Aus diesen Ergebnissen leitet Roubik ab, dass für eine erfolgreiche Agrarwirtschaft die Lebensräume der Insekten erhalten bleiben müssten. Ertragssteigerungen in der Kaffeeernte sind dringend nötig, denn Langzeituntersuchungen hatten ergeben, dass sich die Fläche, auf der Kaffee angebaut wird, zwar in den vergangenen 40 Jahren verdoppelt bis verfünffacht hat. Die Erträge sind jedoch in einigen Gegenden im selben Zeitraum um 20 bis 50 Prozent gesunken. Zeit für afrikanische Honigbienen, den Kaffee zum Tragen zu animieren.

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