09.12.2002 · Gezüchtete Bienen leisten der amerikanischen Landwirtschaft Dienste, die fünf bis 14 Milliarden Dollar pro Jahr wert sind.
Pestizide, Krankheiten und der Verlust von Lebensraum dezimieren Bienenstöcke erheblich. Das ist für Landwirte ein herber Verlust, denn die Insekten leisten bei der Bestäubung der angebauten Pflanzen teure Dienste. Allein in den USA ist die Arbeit der importierten und ausgesetzten europäischen Bienen jedes Jahr fünf bis 14 Milliarden Dollar wert.
Einen Teil der Arbeit der ausgefallenen Zucht-Bienen könnten wilde Bienen übernehmen. Wie groß deren Anteil an der Bestäubung von landwirtschaftlich genutzten Pflanzen ist, ist jedoch sehr wenig bekannt. Claire Kremen und ihre Kollegen von der Princeton University haben die Insekten und ihre Leistung unter die Lupe genommen.
Biohöfe in Bienenlebensräumen können auf Wildbienen bauen
Die Forscher haben die Vielfalt der Bienen und der Pollen auf Bio-Höfen und konventionellen Bauernhöfen sowie die Nähe zu natürlichen Lebensräumen von Bienen untersucht. Auf Bio-Farmen, die nahe an Bienen-Habitaten lagen, konnten die Wildbienen die komplette Bestäubung übernehmen, auch bei Pflanzen, die intensiv bestäubt werden müssen wie Wassermelonen. Auf allen anderen Höfen waren wilde Bienen weniger vertreten - und nicht genügend Pflanzen für eine sinnvolle landwirtschaftliche Nutzung bestäubt. Grundsätzlich fanden die Wissenschaftler, dass 20 Bienensorten nötig sind, um ausreichend zu bestäuben.
Nötig dazu sind weniger Pestizide und eine Restrukturierung des Lebensraums von wilden Bienen. Ein wichtiger Faktor für die Landwirtschaft, wie die Autoren feststellten.